Aktuelle Pressemeldung
WHKT-Vollversammlung fordert eine handwerksgerechte Flächenpolitik
Zunehmende Flächenkonkurrenzen, Nutzungskonflikte und ein knappes Angebot an verfügbaren Gewerbeflächen erschweren es Handwerksbetrieben, sich anzusiedeln, zu wachsen und ihre Standorte langfristig zu sichern. Von dieser Entwicklung sind insbesondere kleine und mittlere Betriebe des Handwerks betroffen. Gleichzeitig herrscht in vielen Regionen eine allgemeine Knappheit marktreifer Gewerbeflächen oder bestehende Flächen erfüllen nicht die Anforderungen des handwerklichen Mittelstands.
Die WHKT-Vollversammlung fordert deshalb eine Flächenpolitik, die den vielfältigen Anforderungen des Handwerks gerecht wird und die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort stärkt. Vor dem Hintergrund haben die Mitglieder der Vollversammlung im Rahmen der 196. WHKT-Herbst-Vollversammlung das WHKT-Positionspapier »Sichern, entwickeln und gestalten – Für eine handwerksgerechte Flächenpolitik« verabschiedet.
WHKT-Präsident Berthold Schröder betont: »Wer die wirtschaftliche Entwicklung Nordrhein-Westfalens stärken will, muss dem Handwerk Raum geben. Ein ausreichendes Flächenangebot sichert nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern auch Arbeits- und Ausbildungsplätze. Da Handwerksbetriebe eng mit ihrer Region verbunden sind, müssen Entwicklungsmöglichkeiten vor Ort geschaffen und erhalten werden. Eine vorausschauende und differenzierte Flächenpolitik ist deshalb eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Handwerks und der Regionen.«
Dabei unterscheiden sich die Anforderungen je nach Gewerk erheblich: Während das Ladenhandwerk auf gut erreichbare Standorte in Innenstädten und Wohnquartieren angewiesen sind, benötigen Bau- und Ausbaugewerke geeignete Betriebsflächen in gemischten Lagen und Gewerbegebieten. Das produzierende Handwerk wiederum ist auf Flächen angewiesen, die den betrieblichen Abläufen und den damit verbundenen Emissionen Rechnung tragen.
WHKT-HGF Dr. Florian Hartmann bekräftigt: »Jedes Handwerk und jeder Betrieb ist einzigartig und stellt damit insbesondere unterschiedliche Anforderungen an die Lage, ob in der Innenstadt oder im ländlichen Raum. Eine zukunftsfähige Flächenpolitik muss diese Heterogenität der Standortbedarfe berücksichtigen.«
Der WHKT sieht das Land und die Kommunen in der Verantwortung, verlässliche Rahmenbedingungen für die gewerbliche Flächenentwicklung zu schaffen. Instrumente sind der Landesentwicklungsplan und die Regionalpläne sowie Förderprogramme zur Flächenaktivierung. Das Papier knüpft daran an und adressiert konkrete Forderungen an Land und Kommunen.
Das gesamte WHKT-Positionspapier ist zu finden unter: www.whkt.de/positionen