WHKT-REPORT – AUSGABE 03/2026

Liebe Leserinnen und Leser,

»Einfacher, schneller und kostengünstiger bauen« – unter diesem Leitgedanken hat die jüngste Bauministerkonferenz wichtige Impulse für die Beschleunigung im Baubereich gesetzt. Mit dem im Herbst 2025 in Kraft getretenen Bau-Turbo sollen Kommunen durch befristete Abweichungen vom Bauplanungsrecht zusätzliche Handlungsspielräume erhalten. Die Bundesregierung hat im Herbst auch erste Eckpunkte zum Gebäudetyp E verabschiedet. Damit soll Vertragsparteien ermöglicht werden, auf nicht sicherheitsrelevante Baustandards zu verzichten, um so Baukosten spürbar zu senken.

Auch auf Landesebene werden die notwendigen Voraussetzungen auf der öffentlich-rechtlichen Seite zur Umsetzung des Gebäudetyp E geschaffen. Der aktuelle Gesetzentwurf zur Änderung der Bauordnung Nordrhein-Westfalen, welcher sich zurzeit in der Verbändeanhörung befindet, zielt unter anderem auf erweiterte Abweichungsmöglichkeiten sowie die Einführung einer Genehmigungsfiktion mit Wahlrecht ab. Damit sollen Planungs- und Genehmigungsprozesse künftig deutlich vereinfacht und beschleunigt werden.

Für das Handwerk sind diese Entwicklungen von besonderer Bedeutung – und das in mehrfacher Hinsicht. Unsere Betriebe sind nicht nur maßgeblich an der Umsetzung von Bauvorhaben beteiligt, sondern treten auch selbst als Bauherren auf. Entsprechend groß ist das Interesse daran, wie die angekündigten Maßnahmen konkret ausgestaltet werden. Entscheidend wird sein, dass die vorgesehenen Erleichterungen in der Praxis spürbar ankommen und ihre beabsichtigte Wirkung entfalten.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien frohe Feiertage und viel Freude bei der WHKT-Lektüre!

Ihre

Hauptgeschäftsführer Dr. iur. Florian Hartmann | Sophia Shen

WHKT-Vollversammlung:

Bildung, Mutterschutz und eine besondere Ehrung im Mittelpunkt

Die Frühjahrs-Vollversammlung des WHKT in Raesfeld stand ganz im Zeichen zentraler Zukunftsfragen für das Handwerk. Schulministerin Dorothee Feller diskutierte mit den Spitzenvertretungen der Handwerkskammern über die wachsenden Herausforderungen in der schulischen Bildung. Betriebe berichten zunehmend von sinkenden Basiskompetenzen und verändertem Verhalten junger Ausbildungssuchender. WHKT-Präsident Berthold Schröder betonte die Bedeutung einer starken Allgemeinbildung und eines praxisnäheren Unterrichts, um NRW zu einem führenden Berufsbildungsland zu entwickeln. Ministerin Feller verwies auf Maßnahmen zur Stärkung von Deutsch- und Mathematikkompetenzen, zur Förderung sozial-emotionaler Fähigkeiten sowie auf die Initiative »fit for life«, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit der Berufswelt in Kontakt bringt.

Ein weiterer Schwerpunkt war die neue Kooperation mit der App LifeTeachUs, die ehrenamtlich Engagierte – darunter auch Handwerkerinnen und Handwerker – an Schulen vermittelt. Damit sollen Unterrichtsausfälle abgefedert und lebenspraktische Inhalte gestärkt werden.

Unter dem Titel »Die Bundeswehr in NRW in der Zeitenwende« tauschten sich die Mitglieder mit Brigadegeneral Hans-Dieter Müller, Kommandeur des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen, über aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen aus und, wie das Handwerk hierbei unterstützen kann.

Zudem verabschiedete die Vollversammlung zwei Positionspapiere, darunter das Modell eines flexiblen Mutterschaftsausgleichs für Selbständige. Es sieht finanzielle Unterstützung für selbstständige Mütter während der Mutterschutzfristen vor und soll eine Lücke schließen, die abhängig Beschäftigte nicht betrifft. Eine breite Mehrheit im Handwerk unterstützt dieses Anliegen.

Abgerundet wurde die Versammlung durch die Verleihung der WHKT-Ehrennadel an Norbert Wichmann. Der langjährige DGB-Vertreter wurde für sein über drei Jahrzehnte währendes Engagement und seine besondere Rolle als Brückenbauer zwischen Handwerk und Gewerkschaften geehrt.

NRW braucht eine langfristige Strategie:

Auf dem Weg zum Berufsbildungsland Nr. 1

Der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT) hat auf seiner Vollversammlung am 25.03.2026 in Raesfeld ein deutliches Signal gesetzt: Nordrhein‑Westfalen muss Berufsbildungsland Nummer 1 werden – und zwar nicht als kurzfristiges Wahlversprechen, sondern als strategisches Langfristvorhaben. Aus Sicht des Handwerks ist dieses Ziel überfällig und unverzichtbar, um die großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu meistern.

Das Positionspapier beschreibt, wie NRW im Jahr 2035 aussehen kann, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft konsequent an einem Strang ziehen. Dazu gehört, dass NRW in bundesweiten Bildungsstudien dauerhaft zu den Top‑3‑Flächenländern zählt und die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung Realität wird. Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss sinkt unter fünf Prozent – ohne Abstriche bei den Anforderungen.

Eine starke Berufsorientierung an Schulen sorgt dafür, dass junge Menschen fundierte Entscheidungen für Ausbildung oder Studium treffen. Gleichzeitig wird NRW zu einem attraktiven Standort für qualifizierte Einwanderung und erfolgreiche Integration in Ausbildung und Arbeitsmarkt. Betriebe und Auszubildende finden passgenau zueinander, Vertragslösungsquoten sinken deutlich.

Berufskollegs gewinnen als duale Partner an Attraktivität – dank moderner Ausstattung, hoher Aufenthaltsqualität und ausreichend Fachlehrkräften. Die Qualität der Ausbildung steigt, Prüfungsleistungen verbessern sich spürbar. Wirtschaftsnahe Organisationen betreiben leistungsfähige Bildungszentren, die Aus‑ und Fortbildung auf Spitzenniveau ermöglichen. Ergänzend schaffen Azubiwohnheime landesweit bezahlbaren Wohnraum, und das Azubiticket wird tariflich abgesichert.

Auch die berufliche Fortbildung erhält einen Schub: Master‑Professional‑Abschlüsse sind in vielen Branchen etabliert, Meisterprämie und Aufstiegs‑BAföG bilden verlässliche Rahmenbedingungen.

Der WHKT macht deutlich: Dieses Zukunftsbild ist erreichbar – wenn der politische Wille vorhanden ist und NRW den Mut hat, Berufsbildung als strategisches Kernprojekt zu begreifen.

Das Positionspapier ist zu finden unter www.whkt.de/positionen.

NRW stärkt faire Anwerbung:

Fachkräfteagentur International prüft Vermittlungsagenturen auf Seriosität

Nordrhein‑Westfalen setzt ein erstes Zeichen für Transparenz und Fairness bei der Rekrutierung internationaler Fachkräfte. So wurde Anfang März vom Arbeitsministerium angekündigt: Die vom Land geförderte Fachkräfteagentur International (FAI NRW) prüft ab sofort Vermittlungsagenturen anhand einer Selbstauskunft und veröffentlicht seriöse Anbieter online. Damit reagiert das Land auf die wachsende Bedeutung internationaler Fachkräfte und das boomende Vermittlungsgeschäft.

Arbeitsminister Karl‑Josef Laumann betont die Verantwortung der Vermittler. Immer wieder gerieten Unternehmen und Fachkräfte an unseriöse Anbieter, die mit falschen Versprechen locken oder überhöhte Preise verlangen. Die neue Transparenz soll solche Risiken deutlich reduzieren. Über ein Online‑Formular können Agenturen ihre Vermittlungspraxis und ihr Leistungsangebot offenlegen und sich zur Einhaltung fairer Standards verpflichten. Agenturen, die als seriös eingestuft werden, erscheinen künftig auf der Website der FAI NRW. Unternehmen erhalten damit eine Orientierungshilfe bei der Auswahl geeigneter Partner.

Der WHKT begrüßt ausdrücklich, dass das Arbeitsministerium initiativ geworden ist, und – nach inhaltlicher Abstimmung mit den Arbeitsmarktpartnern – diesen Schritt für mehr Transparenz geht. Ein wichtiger Ausgangspunkt für diese Diskussion sind Erfahrungen mit Personen aus Drittstaaten, die Betrieben als Auszubildende ohne entsprechende Deutschkenntnisse vermittelt werden, obgleich ein B1-Zertifikat nachgewiesen wurde. Auszubildende ohne Deutschkenntnisse oder deutlich unter diesem Niveau haben im Regelsystem keine Chance auf eine erfolgreiche duale Ausbildung. Da dieses Thema in ganz Deutschland als besondere und von der Quantität zunehmende Herausforderung auftritt, werden derzeit verschiedene weitere Maßnahmen diskutiert, etwa der Aufbau einer Bewertungsplattform, auf der Vermittlungsagenturen sowohl von Unternehmen als auch von den vermittelten Personen beurteilt werden können und auch Gütesiegel. Zudem stellt sich die Frage, ob – ähnlich wie bei Zeitarbeitsfirmen – ein Zulassungsverfahren für Vermittlungsagenturen auf dem deutschen Markt eingeführt werden sollte. 

Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur« (GRW):

Neue GRW-Richtlinie gewerbliche Wirtschaft NRW

Mit der GRW fördern Bund und Länder Investitionen in strukturschwachen Regionen, um Standortnachteile auszugleichen sowie Wachstum und Wohlstand in diesen Regionen zu erhöhen. Zum 01.01.2026 ist der neue Koordinierungsrahmen der Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur« (GRW) in Kraft getreten. Das Land NRW plant, die Änderungen in der landeseigenen GRW-Förderrichtlinie kurzfristig zum 01.04.2026 umzusetzen. 

Der neue GRW-Koordinierungsrahmen bietet – abgesehen vom Branchenausschluss des Bau- und des Kraftfahrzeuggewerbes – insgesamt verbesserte Fördermöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen und zusätzliche Fördermöglichkeiten zur Entwicklung von Industrie- und Gewerbegebieten, die aus Sicht des Handwerks grundsätzlich begrüßt werden. Wichtig ist im Bereich der Vergabe von Flächen auf GRW-geförderten Gebieten, dass Handwerksbetriebe auch weiterhin Möglichkeiten zur Ansiedlung finden. So ist eine Fortführung des Erlasses des MWIKE zur Ansiedlung von klimarelevanten Gewerken des Handwerks auf GRW-geförderten Gewerbeflächen sehr zu begrüßen. Gleichzeitig ist auch wichtig, bei der Entwicklung von Gewerbe- und Industriegebieten die Wirtschaft vor Ort einzubeziehen, um für den tatsächlichen Bedarf zu entwickeln.

Die Positionierung des WHKT ist zu finden unter www.whkt.de/positionen.

DQR8-Projekt:

Von der Analyse zur konkreten Ausgestaltung

Das DQR 8-Projekt erreicht einen wichtigen Meilenstein: Nach Abschluss der theoretischen Grundlagen startet nun die Phase der konkreten Ausgestaltung. In den vergangenen Monaten befassten sich die Verbundpartner mit wissenschaftlichen Analysen, Auswertung von Qualifikationen aus anderen EU-Staaten in die Stufe 8 des Europäischen Qualifikationsrahmens sowie mit betrieblichen Innovationsvorhaben. Der DQR8-Praxistalk gibt Einblicke in die Projektarbeit, das methodische Vorgehen und erste Zwischenergebnisse. Die ersten Folgen des Interviewformats sind  online unter www.dqr8.de abrufbar.

Beim Projektpartnertreffen im Januar bei der IHK Arnsberg wurden die bisherigen Fortschritte deutlich. In der nächsten Phase konzentrieren sich die Verbundpartner auf die Entwicklung einer Fortbildungsprüfungsregelung für eine berufliche Qualifikation auf DQR-Stufe 8. Ein Konzept für eine solche Regelung soll bis Sommer 2026 vorliegen.

Begleitend dazu wird der Bedarf analysiert. Im Fokus steht die Frage, welche Anforderungen Unternehmen, Bildungsorganisationen und potenzielle Teilnehmende an eine Qualifikation oberhalb des Master-Professional-Niveaus stellen. Die Ergebnisse fließen direkt in die weitere Ausarbeitung ein.

Der WHKT freut sich, mit allen Interessierten an diesem Thema in den Dialog zu kommen. Bei Fragen oder Anregungen können Sie sich hier eintragen: https://umfrage.handwerk.nrw/c/KontaktFuerDialog – wir melden uns gerne bei Ihnen.

Das InnoVET-PLUS-Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

WHKT-PROJEKT »MACHBARKEITSSTUDIE«:

Lösungsmodell eines flexiblen Mutterschaftsausgleichs weiterentwickelt

Teilnehmende des zweiten Workshops: Hr. Focke (Signal Iduna), Fr. Shen (WHKT), Fr. Nikse (Handwerkskammer München und Oberbayern), Dr. Peters (IfM Bonn), Fr. Schmelting (WHKT), Fr. Röh (Vorsitzende Mutterschutz für Alle! e.V.), Fr. Müller (MWIKE), Dr. Dohle (ZDH), Dr. Imamovic (MAGS), Dr. Korbanka (IKK classic), Fr. Pöhler (Handwerk BW), Fr. Meier (BMBFSFJ), Fr. Kage (BMWE), Fr. Lanvermann (Ehrenvorsitzende UFH), Hr. Bargende (Signal Iduna) (v.l.n.r.) | Foto: WHKT/DA

Am 12.03.2026 hat das Projekt-Team »Machbarkeitsstudie« Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Landes- und Bundesministerien, aus dem gesamtdeutschen Handwerk und aus der Versicherungsbranche zum Austausch im Rahmen eines zweiten Workshops eingeladen. Ziel war es, das vom WHKT weiterentwickelte Modell »Flexibler Mutterschaftsausgleich für Selbständige (FMAfS)« vorzustellen und die Umsetzbarkeit vertieft zu diskutieren.

Anknüpfend an den ersten Workshop, bei welchem die praktische Umsetzbarkeit für Selbstständige im Fokus stand, eröffneten die Diskussionen im zweiten Workshop zusätzliche thematische Schwerpunkte, u. a. zu legislativ-politischen Voraussetzungen, zu notwendigen Verwaltungsstrukturen zur Abwicklung, zur Höhe und zum Auszahlungszeitraum der Pauschale.

Auch am 18.03.2026 konnte der WHKT wertvolle Gespräche mit Landespolitikerinnen und -politikern im Landtag Nordrhein-Westfalen führen, wo der WHKT sein Projekt am Stand der Handwerkskammer Dortmund, welche die Kampagne »Starke Frauen. Starkes Handwerk« betreibt, präsentierte.

MobilityHub Handwerk Nordrhein-Westfalen:

Aktuelles: Podcast »Probefahrt« und Veranstaltungsrückblick

Podcast »Probefahrt«
»Intelligentes Lastmanagement – Strom clever nutzen.« heißt die dritte Folge der zweiten Staffel des Podcast »Probefahrt«, die am 26. März 2026 veröffentlicht wird. Über Chancen und typische Herausforderungen sprechen in dieser Folge Marco Herwartz – Präsident der Handwerkskammer Aachen, Elektrotechnikermeister, Systemintegrator und Geschäftsführer der Elektro Herwartz GmbH – und Dr. Alexander Kleber –Senior Consultant bei DMT Energy Engineers der TÜV NORD GROUP sowie Berater bei Elektromobilität.NRW. Gemeinsam geben sie praxisnahe Einblicke in die Funktionsweise von intelligentem Lastmanagement, beleuchten technische und organisatorische Aspekte und zeigen, wie Betriebe die Technologie sinnvoll in ihre Energie- und Ladeinfrastruktur integrieren können.
 

Rückblick: Onlineveranstaltung »Auto und Flotte effizient gestalten«
Am 26. Februar 2026 widmete sich die Onlineveranstaltung »Auto und Flotte effizient gestalten« der Frage, wie betriebliche Mobilität nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet werden kann. Die Veranstaltung wurde vom MobilityHub Handwerk Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem BEMO | IHK Netzwerkbüro Betriebliche Mobilität NRW durchgeführt; rund 50 Interessierte nahmen teil. Den Einstieg übernahm Werner Kreuzer von der TÜV Rheinland Group, der Einblicke in die Anforderungen und Verantwortlichkeiten im Alltag des Fuhrparkmanagements gab. Im Anschluss zeigte Marcus Federhoff (Fleet-Hub GmbH) Wege auf, wie sich gewachsene Fahrzeugbestände systematisch strukturieren und steuern lassen. Einen praxisnahen Überblick über flexible Modelle wie Auto-Abo, Job-Auto und Leasing gab Nadine Möckl (FINN GmbH). Abschließend verdeutlichte David Vincent Wieters (Veomo Mobility GmbH), wie professionelles Parkraummanagement als wirkungsvoller Effizienzhebel eingesetzt werden kann. Im anschließenden Austausch wurden zahlreiche Praxisfragen diskutiert.

Rückblick: Online-Informationsveranstaltung zum Deutschlandticket Job Azubi
Am 3. März 2026 informierten sich rund 80 Teilnehmende über die landesweite Umsetzung des Modells in den Elektrohandwerken in NRW. Dr. Florian Hartmann, Hauptgeschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertags, eröffnete die Veranstaltung. Er betonte die Signalwirkung des Vorhabens: Das Modell zeige, wie das Handwerk gezielt neue Anreize für die duale Ausbildung schaffen könne. Die landesweite Umsetzung habe Vorbildcharakter – Initiativen wie das Azubiticket steigerten die Attraktivität der beruflichen Bildung und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung des Handwerks sowie zur Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung. Zu Hintergründen und tariflichen Rahmenbedingungen informierte Prof. Dr. Breilmann, Vorsitzender des Tarif-Ausschusses des Fachverband Elektro- und Informationstechnische Handwerke NRW. 

Einen praxisnahen Überblick zu Bestellung und Funktionsweise des Tickets gab Mark Binder, Leiter Tarif beim VRR. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Verkehrsunternehmen beantworteten die Referenten offen und fundiert die Fragen der Teilnehmenden.

AUFRUF AN BETRIEBE FÜR SOMMERFERIEN:

Einblicke in Betriebe geben – Praktikumswochen NRW


Liebe Handwerksunternehmerinnen,
liebe Handwerksunternehmer,

unsere Ausbildungsbetriebe leisten Großes: Sie öffnen jungen Menschen die Türen zu einer beruflichen Zukunft – und gewinnen dabei ihre eigenen Fach- und Führungskräfte von morgen. Dieses Engagement des Handwerks wollen wir weiter stärken.

Gemeinsam mit der Landesregierung werben wir zusätzlich für Ferienpraktika in den Sommerferien. Der besondere Vorteil: Es kommen ausschließlich Jugendliche, die sich wirklich für Ausbildungsbetriebe interessieren und aus eigenem Antrieb einen Einblick in den Betriebsalltag suchen – nicht, weil es eine schulische Pflichtveranstaltung ist.

Die landesweite Einführung der Praktikumswochen NRW im vergangenen Jahr hat gezeigt, wie unkompliziert dieses Format funktioniert. Mehrere hundert Betriebe haben Praktikanten gefunden und durchweg positive Erfahrungen gesammelt.

Ich bin überzeugt: Wir müssen jede seriöse Möglichkeit nutzen, um Nachwuchs zu gewinnen. Denn der Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften wird weiter steigen – und wir können es uns nicht leisten, den Nachwuchs anderen Wirtschaftsbereichen zu überlassen.

Deshalb meine Empfehlung an Sie: Machen Sie mit. Geben Sie motivierten Schülerinnen und Schülern oder frischgebackenen Schulabsolventinnen und -absolventen Einblicke in Ihren Betrieb. Ob ein Tag oder eine Woche lang – Sie entscheiden, was für Sie passt.

Alle Informationen finden Sie unter www.praktikumswochen.nrw. Dort können Sie Ihr Interesse bereits jetzt bekunden und sich ab Mai 2026 zum Finden von Talenten registrieren.

Berthold Schröder
WHKT-Präsident