WHKT-REPORT – AUSGABE 04/2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Nachrichten der vergangenen Wochen machen einmal mehr deutlich, wie eng wirtschaftliche Entwicklungen weltweit miteinander verknüpft sind. Wenn internationale Handelswege unter Druck geraten oder Lieferketten ins Stocken kommen, zeigt sich, wie sensibel unser wirtschaftliches Gefüge auf Veränderungen reagiert.

Gerade in solchen Momenten gewinnt das an Bedeutung, was vor Ort verlässlich funktioniert. Das Handwerk steht seit jeher für Stabilität, für kurze Wege und für Lösungen, die unmittelbar wirken. Unsere Betriebe sind tief in den Regionen verwurzelt und zugleich flexibel genug, um auf neue Herausforderungen pragmatisch zu reagieren.

Diese Stärke zeigt sich nicht nur in ihrer täglichen Arbeit, sondern auch im Miteinander innerhalb der Handwerksorganisationen. Verlässliche Strukturen, fachliche Kompetenz und ein starkes Verantwortungsbewusstsein bilden die Grundlage dafür, dass das Handwerk auch in bewegten Zeiten Orientierung geben kann.

So unterschiedlich die aktuellen Entwicklungen auch sind – sie führen uns vor Augen, wie wichtig ein funktionierendes, regional verankertes Wirtschaftssystem ist. Handwerksbetriebe leisten hierzu einen unverzichtbaren Beitrag: durch Qualität, durch Nähe und durch die Fähigkeit, Lösungen dort zu schaffen, wo sie gebraucht werden.

Mit diesem Vertrauen in die eigene Stärke und die gemeinsame Verantwortung blicken wir auf die kommenden Monate.

In diesem Zusammenhang möchten wir auf die Veranstaltung »Verteidigung.Resilienz.Handwerk.« hinweisen, die am 28.05.2026 in Düsseldorf stattfinden wird. Weitere Informationen dazu finden Sie in dieser Ausgabe.

Mit freundlichen Grüßen

Hauptgeschäftsführer Dr. iur. Florian Hartmann | Peter Dohmen

Gemeinsame Veranstaltung von WHKT und BHT in Brüssel:

Europäische Wettbewerbsfähigkeit steigern – Wird die Schlüsselrolle von Handwerk und KMU unterschätzt?

Am 14.04.2026 luden der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT) und der Bayerische Handwerkstag (BHT) zu einer gemeinsamen Veranstaltung in die Landesvertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union in Brüssel ein. Thema des Abends war »Europäische Wettbewerbsfähigkeit steigern: Wird die Schlüsselrolle von Handwerk und KMU unterschätzt?«

Die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu steigern, ist das Leitprinzip europäischer Politik in der aktuellen Legislaturperiode. Das spiegelt sich unter anderem im Vorschlag zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034, in industriepolitischen Maßnahmen und in Binnenmarktinitiativen wider. Angesichts der geplanten Bündelung von Ressourcen auf Leitmärkte, dem Ruf nach europäischen Champions und der wirtschaftspolitisch zentralen Rolle der EU-Industriepolitik stellen sich die Fragen: Welche Rolle spielen Handwerk und KMU? Gilt jetzt »think big«?

Nach der Begrüßung durch den Leiter der Landesvertretung, Dr. Armin Hartmuth, und den Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Tobias Gotthardt, erläuterte BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl die Bedeutung des Handwerks.

Es folgte ein Kernbestandteil der Veranstaltung: das Praxisgespräch. Zwei Handwerksbetriebe, vertreten durch Herrn Peter Küpper, Betriebsinhaber des SHK-Betriebs Josef Küpper Söhne GmbH aus Bonn, und Frau Claudia Wackerbauer, Geschäftsführerin der Wackerbauer Maschinenbau GmbH aus Ampfing in Bayern, stellten ihre Betriebe vor und berichteten eindrücklich von ihren Ambitionen, von Innovationsstrategien und -erfahrungen, von Fachkräften und dem Einfluss des gesetzlichen Rahmens auf ihre Geschäftstätigkeit. Das Ziel war, die Kraft und Dynamik von Handwerksbetrieben in den Regionen anschaulich zu machen.

In der nachfolgenden Paneldiskussion diskutierte Berthold Schröder, Präsident des WHKT, mit dem Referatsleiter »Strategie: Binnenmarkt und Industriepolitik der Europäischen Kommission«, Ralph Schmitt-Nilson, der Europaabgeordneten Sabrina Repp, dem bayerischen Wirtschaftsstaatssekretär und den Betrieben über Industrie- und Mittelstandspolitik, die Zukunft der Kohäsionspolitik, Harmonisierung im Binnenmarkt und Vereinfachungen, die Betrieben in den Regionen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

BHT-Hauptgeschäftsführer, Dr. Frank Hüpers, resümierte in seinem Abschlussstatement, dass europäische Wettbewerbsfähigkeit das Zusammenspiel von politischer Strategie und regionaler Umsetzung bedarf. Handwerksbetriebe leisten als Innovatoren und Umsetzer einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit.

Statements sind verfügbar in der BHT-Pressemitteilung unter www.dasbayerischehandwerk.de.

Veranstaltungsankündigung:

»Verteidigung.Resilienz.Handwerk.«

Sicherheit, Verteidigung und Resilienz gewinnen zunehmend an Bedeutung – das Handwerk spielt dabei eine zentrale, allerdings oft noch unterschätzte Rolle. Am Donnerstag, den 28. Mai 2026, findet in Düsseldorf nun die bundesweite erste Konferenz statt, die das Handwerk in den Mittelpunkt rückt. Auf der Agenda stehen Inputs zu Vergabe und Beschaffung, Einblicke in die sicherheitspolitische Lage sowie hochkarätige Impulse, u.a. von der stellvertretenden Ministerpräsidentin Mona Neubaur. 

Die Konferenz findet am 28.05.2026 von 15:00 bis 18:30 Uhr in der Handwerkskammer Düsseldorf statt. 

Nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung mit relevanten Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Handwerk.

Zur Online-Anmeldung >

Spitzengespräch Ausbildungskonsens in der Staatskanzlei:

Hohe Priorität der Beruflichen Bildung im Land NRW

Berthold Schröder (6. v. r.) und HANDWERK.NRW-Präsident Andreas Ehlert (6. v. l.) gemeinsam mit weiteren Spitzenvertretungen der Partner des Ausbildungskonsenses bei Ministerpräsident Hendrik Wüst | Foto: WHKT/Oe

Je stärker der demographische Wandel fortschreitet, umso wichtiger wird für NRW die berufliche Bildung, die mit einer dualen Ausbildung als Türöffner in die Arbeitswelt beginnt. 

Am Spitzengespräch Ausbildungskonsens vom 21. April 2026 nahmen Ministerpräsident Hendrik Wüst und insgesamt vier weitere Kabinettsmitglieder teil: Arbeitsminister Karl Josef Laumann, Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Schulministerin Dorothee Feller und Wissenschaftsministerin Ina Brandes. Alle hoben die Bedeutung der Ausbildung für unser Land, die Gesellschaft, die Wirtschaftskraft, die Demokratiestärkung, die einzelnen Unternehmen und insbesondere auch für die Schulabgängerinnen und -abgänger hervor. An verbesserten Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche betriebliche Ausbildung wirken alle Ressorts Hand in Hand mit. 

Die Partner im Ausbildungskonsens appellieren an die Unternehmen im Land, das Ausbildungsengagement trotz wirtschaftlich unsicherer und konjunkturell schwieriger Zeiten wie bisher fortzuführen. Denn wer heute nicht ausbildet, darf sich in drei bis vier Jahren nicht über Fachkräftemangel beschweren.  

WHKT-Präsident Berthold Schröder kommentiert die Ausbildungsmarktlage: »Der Anstieg der Bewerberinnen und Bewerber in diesem Jahr ist eine echte Chance für das Handwerk: Mehr Handwerksbetriebe finden dadurch interessierte und geeignete Auszubildende, um ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Das Handwerk steht für Berufe mit Zukunft: krisenfest, sinnstiftend und weniger stark automatisierbar als andere Branchen. Und gerade in den vielen kleinen Unternehmen lernen junge Menschen besonders viel, da sie von Anfang an in den kompletten Arbeitsprozess eingebunden werden – sie wachsen mit Verantwortung, lernen Zusammenhänge und entwickeln Fähigkeiten, die ein Leben lang tragen.«

Handwerk im Hafthaus:

Werkstatt-Tage zeigen Wege in eine zweite Chance

NRW-Justizminister Dr. Benjamin Limbach (6. v. l.) besuchte die JVA Bochum-Langendreer anlässlich der diesjährigen Werkstatt-Tage | Foto: WHKT/PD

In der Maurerhalle der JVA Bochum-Langendreer erläutert ein Gefangener seine Arbeit, während Vertreter aus Handwerk, Justiz und Politik aufmerksam zuhören. Szenen wie diese prägen auch in diesem Jahr die Werkstatt-Tage in der JVA – und machen sichtbar, worum es im Projekt »Handwerk im Hafthaus« geht: konkrete Perspektiven für die Zeit nach der Haft.

Rund 130 Männer sind derzeit im offenen Vollzug der JVA Bochum-Langendreer untergebracht. Als Berufsförderungsstätte bereitet die Einrichtung sie gezielt auf ein Leben in sozialer Verantwortung vor. In zwölf Gewerken erwerben die Inhaftierten praxisnahe Qualifikationen und erwerben Berufsabschlüsse beispielsweise als Maurer, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker oder Maler und Lackierer nach den gleichen Richtlinien, die bei einer Berufsausbildung am freien Markt gelten.

Die Werkstatt-Tage sind ein Ansatz, den die beteiligten Partner im Rahmen des Projekts »Handwerk im Hafthaus« entwickelt haben. Betriebe erhalten während der Werkstatt-Tage die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild von den Ausbildungsbedingungen und den berufsbezogenen Fähigkeiten der Inhaftierten zu machen. Gleichzeitig entstehen erste Kontakte, die den Übergang in Beschäftigung nach der Haft erleichtern können.

Alexander Hengst, Vizepräsident des Westdeutschen Handwerkskammertages, betont: »Aus der engen Kooperation zwischen Handwerk und Justiz ergibt sich eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: ehemalige Inhaftierte erhalten Zugang zu möglichen Arbeitgebern, Betriebe lernen schon frühzeitig mögliche zukünftige Mitarbeiter kennen und die Gesellschaft profitiert von einem gelungenen Ansatz zur Resozialisierung. Besser geht es doch kaum!«

Auch NRW-Justizminister Dr. Benjamin Limbach überzeugte sich vor Ort von der Zusammenarbeit: »Der Justizvollzug hat den Auftrag, Gefangene zu befähigen, zukünftig ein straffreies Leben in sozialer Verantwortung zu führen. Dies gelingt in einem erhöhten Maße, wenn durch eine Berufsausbildung oder durch einen berufserhaltenden Einsatz im Justizvollzug die Voraussetzungen geschaffen werden, nach der Haftentlassung einer Erwerbstätigkeit zur Sicherung der Lebensgrundlage nachzugehen oder eine bereits begonnene Ausbildung abzuschließen. Die Werkstatt-Tage bringen Handwerksbetriebe und sich in Ausbildung befindliche Inhaftierte zusammen. Aus diesen Begegnungen konnten bereits in vielen Fällen erfolgreich berufliche Perspektiven vermittelt werden«, betonte der Minister.

Die Werkstatt-Tage zeigen damit eindrucksvoll, wie durch Qualifizierung, persönliche Begegnung und enge Kooperation tragfähige Wege zurück in den Arbeitsmarkt entstehen. Mehr zu den Berufen in der JVA Bochum-Langendreer, der Kooperation zwischen Handwerk und Justiz und zum Projekt Handwerk im Hafthaus unter www.handwerk-im-hafthaus.de.

Hauptgeschäftsführer Dr. Hartmann im Landtag:

Anhörung zur Änderung der Landesbauordnung NRW

Gemeinsam mit den Kollegen von Bauverbände NRW, Rolf Zimmermanns und Dr. Rene Lehmann, hat WHKT-Hauptgeschäftsführer Dr. Florian Hartmann die Stellungnahme des NRW-Handwerks zur Novelle der BauO NRW in der Anhörung am 14. April vertreten. Die Abgeordneten fragten u.a. nach der Einschätzung des NRW-Handwerks zur landesrechtlichen Umsetzung des Gebäudetyps E, nach dem neu gestalteten Abweichungsparagrafen, § 69, und der Umsetzung der Genehmigungsfiktion.

Unser Fazit: Viele Weichen für schnelleres und kostengünstigeres Bauen sind richtig gestellt worden. Jetzt ist der Bundesgesetzgeber am Zug. Der Gebäudetyp E wird nur rechtssicher für die Baubeteiligten umgesetzt werden können, wenn das BGB nachzieht. Die Vorschläge des Handwerks liegen in Berlin auf dem Tisch. Das NRW-Handwerk nutzte die Gelegenheit zur Stellungnahme auch, um anzumahnen, dass die Kleine Bauvorlageberechtigung für Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister endlich praxistauglich umgesetzt wird.

Die gemeinsame Position von WHKT, HANDWERK.NRW und Bauverbände NRW ist zu finden unter www.whkt.de/positionen.

WHKT-Projekt »Machbarkeitsstudie«:

WHKT-Modell zum flexiblen Mutterschaftsausgleich verabschiedet

Der WHKT hat in seiner Vollversammlung am 25.03.2026 das Lösungsmodell zum flexiblen Mutterschaftsausgleich für Selbständige, welches jetzt den Namen »WHKT-Modell« trägt, beschlossen. Es wurde mit Praktikerinnen und Praktikern aus dem Handwerk, sowie mit wissenschaftlicher Unterstützung durch das Institut für Mittelstandsforschung IfM Bonn im vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt »Machbarkeitsstudie« entwickelt. 

Die Grundidee des Modells ist, schwangeren selbständigen Handwerksunternehmerinnen während der Mutterschutzfristen einen pauschalen finanziellen Ausgleich zu zahlen. Abhängig vom individuellen Bedarf können die Leistungen hinsichtlich einer einkommensbasierten Aufstockung auf 100 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens oder einer finanziellen Betriebsunterstützung erweitert werden. 

Nach ersten Berechnungen des IfM belaufen sich die Kosten bei einer Umlagefinanzierung auf die Gesamtheit der Selbständigen auf rund 6,40–7,50 Euro pro Monat pro Person, bzw. bei einer Steuerfinanzierung auf rund 30 Cent pro Bürger.

Am 22.04.2026 folgt der WHKT einer Einladung des BMFSFJ, um sein Lösungsmodell im Rahmen einer Anhörung vorzustellen. 

Am 08.05.2026 wird der WHKT im Rahmen der Veranstaltung »Mutterschutz 2.0« des MWIKE in Berlin an einer Podiumsdiskussion zum finanziellen Nachteilsausgleich von schwangeren selbständigen Frauen teilnehmen.

Pilotbetriebe gesucht:

KI-Kompetenz für die Fachkräfte von morgen

Künstliche Intelligenz verändert Arbeitsprozesse rasant – natürlich auch im Handwerk. Damit Auszubildende frühzeitig lernen, Chancen und Grenzen dieser Technologie zu verstehen, startet in Nordrhein‑Westfalen die Initiative »AzubiTrain – Deine Zukunft mit KI«. Jetzt werden engagierte Ausbildungsbetriebe gesucht, die sich an der Pilotphase beteiligen.

Hintergrund ist eine 2025 vereinbarte KI‑Skilling‑Initiative des Landes NRW mit Microsoft. Das Arbeitsministerium NRW hat unter Einbindung u. a. des WHKT daraus – gemeinsam mit dem Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e. V. – eine digitale Basisqualifizierung für Auszubildende entwickelt. Das Angebot ist kostenlos, praxisnah und speziell auf  Auszubildende zugeschnitten.

In acht kurzen Online‑Modulen, ergänzenden Live‑Sessions und optionalen Praxisformaten lernen Azubis, KI‑Anwendungen einzuordnen und verantwortungsvoll zu nutzen. Ab Sommer 2026 soll „AzubiTrain“ allen Auszubildenden offenstehen. 

Die Pilotphase läuft von Mai bis Juli 2026. Teilnehmende Betriebe testen das Programm mit ihren Auszubildenden und geben Feedback, um das Angebot weiter zu verbessern. Besonders erwünscht ist die Beteiligung von Handwerksbetrieben, damit die Qualifizierung landesweit passgenau wirkt.

Jetzt können sich Pilotbetriebe anmelden und als KI‑Vorreiter positionieren.

Anmeldung unter: www.azubitrain.nrw/pilot 

Letzte Chance für junge DesignTalente:

Bewerbung für den Wettbewerb »DesignTalente Handwerk NRW« noch bis 26. Mai möglich

Der Countdown läuft: Noch bis zum 26. Mai 2026 haben junge Gestalterinnen und Gestalter aus Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, sich für den Landeswettbewerb »DesignTalente Handwerk NRW« zu bewerben. Unter dem diesjährigen Motto »FORM FOLLOWS LEIDENSCHAFT« bietet der Wettbewerb eine besondere Plattform, um handwerkliches Können, gestalterische Qualität und kreative Ideen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Eingereicht werden können bis zu drei eigenständig entworfene und ausgeführte Arbeiten in den fünf Themenbereichen Bild- & Druckmedien, Möbel & Außenelemente, Objekt & Skulptur, Schmuck & Mode sowie Wohn- & Einrichtungskultur. Die Bewerbung erfolgt online und ist kostenfrei. Teilnahmeberechtigt sind Gestalterinnen und Gestalter bis einschließlich 30 Jahre mit Wohn- oder Arbeitssitz in Nordrhein-Westfalen, die eine abgeschlossene Ausbildung in einem Handwerksberuf vorweisen können.

Eine Teilnahme lohnt sich: Die ausgewählten Arbeiten werden vom 10. bis 24. Oktober 2026 in einer Ausstellung präsentiert und in einem begleitenden Katalog veröffentlicht. Zudem erhalten alle Ausstellerinnen und Aussteller eine Urkunde. In jedem Themenbereich wird außerdem eine Siegesprämie in Höhe von 3.000 Euro vergeben.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Hendrik Wüst und wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Durchführung liegt beim Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT).

Jetzt anmelden und die Chance nutzen – Bewerbungsschluss ist der 26. Mai 2026.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.designtalente-handwerk-nrw.de/wettbewerb-2026.

MobilityHub Handwerk Nordrhein-Westfalen:

Online-Infoveranstaltung im Rheinisch-Bergischen Kreis und Podcast zum Thema »Mobilität auf dem Land. Smart gestalten.«

Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) im Fokus: Online-Infoveranstaltung im Rheinisch-Bergischen Kreis
Wie lässt sich die Mobilität von Mitarbeitenden effizienter, kostengünstiger und zugleich nachhaltiger gestalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Online-Infoveranstaltung zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement, die am 16. April 2026 stattfand.

Im Rahmen der Veranstaltung erhielten die Teilnehmenden einen kompakten Überblick darüber, was unter BMM zu verstehen ist und welche Bausteine dazugehören. Darüber hinaus wurden konkrete Mehrwerte für Unternehmen und Belegschaft aufgezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den finanziellen Aspekten: Es wurde erläutert, wie sich durch optimierte Mobilitätskonzepte Kosten reduzieren lassen und welche Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung war ein gemeinsames Angebot der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, des Rheinisch-Bergischen Kreises, des IHK-Netzwerkbüros Betriebliche Mobilität NRW (BEMO), des Zukunftsnetzes Mobilität NRW und des MobilityHub Handwerk Nordrhein-Westfalen beim WHKT.


Podcast »Probefahrt«
Die vierte Folge der zweiten Staffel des Podcast »Probefahrt« trägt den Titel »Mobilität auf dem Land. Smart gestalten.« und beleuchtet die besonderen Herausforderungen und Chancen betrieblicher Mobilität im ländlichen Raum. Im Unterschied zu urbanen Regionen sind Unternehmen außerhalb der Städte oft stärker auf das Auto angewiesen – lange Wege, ein begrenztes ÖPNV-Angebot und geringe Taktungen prägen den Alltag. Gleichzeitig entstehen neue Spielräume für nachhaltige Lösungen: Fahrgemeinschaften, E-Bike-Leasing, flexible Arbeitsmodelle oder eigene Ladeinfrastruktur lassen sich vielerorts bereits heute sinnvoll und wirtschaftlich umsetzen. In der Folge sprechen Andreas Pater, Berater für Innovation und Technologie von der Handwerkskammer Südwestfalen, und Knut Petersen, Bereichsleiter für Nachhaltige Mobilität bei der B.A.U.M. Consult GmbH, darüber, wie Betriebe Mobilität im ländlichen Raum praxisnah und zukunftsfähig gestalten können.

Link zur Podcast-Folge 4: https://www.rss.com/podcasts/probefahrt/2749898/