Aktuelle Pressemeldung
NRW-Handwerk begrüßt Entlastungspaket der Landesregierung und fordert konsequente Umsetzung
Das nordrhein-westfälische Handwerk begrüßt das gestern im Kabinett verabschiedete Entlastungspaket der nordrhein-westfälischen Landesregierung zum Bürokratieabbau. Viele Handwerksbetriebe verbringen inzwischen einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit Dokumentations- und Nachweispflichten statt mit der eigentlichen handwerklichen Arbeit. Insbesondere die geplante Abschaffung unnötiger Berichts- und Dokumentationspflichten sowie die stärkere Digitalisierung von Verwaltungsverfahren seien daher positive Signale für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen.
Berthold Schröder, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags: »Mit der gestern vorgestellten Entlastungsinitiative zeigt Nordrhein-Westfalen, dass es Taktgeber bei der Föderalen Modernisierungsagenda sein will. Das ist ein gutes Zeichen für den Mittelstand. Die Beweislastumkehr bei Berichts- und Dokumentationspflichten kann der Ausgangspunkt für einen echten Systemwechsel sein, bei dem jede Regelung kritisch hinterfragt wird und ihre Daseinsberechtigung individuell begründen muss. Am Ende wird die Reform dann erfolgreich sein, wenn die Betriebe spürbar mehr Freiraum bekommen.«
Andreas Ehlert, Präsident von HANDWERK.NRW: »Das Land Nordrhein-Westfalen setzt mit dem Entlastungspaket ein wichtiges Signal für eine moderne, digitale Verwaltung und mehr Vertrauen des Staates in unsere Unternehmen. Die Maßnahmen können ihre Wirkung aber nur entfalten, wenn sie auch vollständig umgesetzt werden. Entscheidend ist, dass die versprochene Entlastung wirklich in der betrieblichen Praxis ankommt.«
Rüdiger Otto, Präsident des Unternehmerverbands Handwerk NRW: »Der Aufschlag der Landesregierung geht in die richtige Richtung und greift langjährige Forderungen des Handwerks auf – von schlankeren Verfahren bis zu einer drastischen Reduzierung von Nachweispflichten. Positiv ist auch, dass die Kommunen über die Befreiung von landesrechtlichen Regelungen zu Reallaboren für Bürokratieabbau werden können. Hier können dezentrale Lösungen entstehen, von denen das Handwerk profitieren kann.«