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Lichtgestalten

Corinna Franke, gelernte Werbekauffrau, Grafikdesignerin, Geschäftsführerin von EFRA Lichtwerbung in Köln, Ehrenamt u.a stellvertretende Vorsitzende der Handwerksjunioren in NRW

Corinna Franke, gelernte Werbekauffrau mit anschließendem Studium zur Grafikdesignerin, seit 2006 in vierter Generation Geschäftsführerin von EFRA Lichtwerbung in Köln, Leistungsschwerpunkt: Beschriftungen im Außenbereich, Firmengründer: Ernst Franke; Ehrenamt: stellvertretende Vorsitzende der Handwerksjunioren in NRW und Vorstandsmitglied im Businessclub Handwerksjunioren der Handwerkskammer zu Köln

»Die Gemeinschaft der Ehrenamtler ist mehr als die Summe ihrer Mitglieder.«

Corinna Franke

 

Info: Handwerksjunioren sind selbstständige Handwerkerinnen und Handwerker, die sich zu einem Verein zusammenschließen und ein Sprachrohr für junge Gesellen und Meister darstellen. Sie tragen die Themen, Sorgen und Forderungen der jungen Handwerksgeneration selbstbewusst in die Öffentlichkeit.

Kontakt: www.handwerksjunioren.de oder über die Handwerkskammer vor Ort.

Handwerksjunioren

Corinna Franke: »Bei den Handwerksjunioren geht es ums Netzwerken, den persönlichen Austausch untereinander und den Blick über den Tellerrand. Wir treffen uns regelmäßig, laden Experten ein und diskutieren fachliche und politische Themen oder auch ganz Alltägliches. Freundschaftlich entspannt geht es zu. Wir sind keine zugeknöpfte Manager-Clique. Wir müssen uns nichts beweisen. Wir kommen alle aus handwerklichen Betrieben und wollen unsere Betriebe so führen, dass sie Sicherheit und Stabilität, Qualität und Zufriedenheit bieten. Dabei haben wir nicht die Möglichkeiten, die größere Konzerne mit ihren etlichen Fachabteilungen haben. In unseren Betrieben sind wir meist Personalchef, Marketingabteilung, Buchhaltung, IT-Admin und Produktionschef in einer Person. Gerade als Neugründer verliert man hier schnell den Überblick, verzettelt sich und versucht, durch Mehrarbeit alles auszugleichen. Da ist es wichtig, bei erfahrenen Selbstständigen ab und an nachfragen zu können, Erfahrungen auszutauschen und pragmatische Lösungen zu erhalten. Von Ehrenamt zu Ehrenamt.«

Umgang

»Ehrenamtsträger im Handwerk sind von Natur aus neugierig, vernetzen sich, gehen respektvoll miteinander um und haben verinnerlicht, dass es bei allem Wettbewerb und Konkurrenzdenken immer auch darum geht, sich zu organisieren und das Miteinander zu pflegen. Die Gemeinschaft ist das, worum es geht. Sie ist, so wie ich es bislang festgestellt habe, mehr als die Summe ihrer Mitglieder. Bei aller Leidenschaft fürs Ehrenamt spielt allerdings die Zeit eine wichtige Rolle. Wer sich für ein Ehrenamt entscheidet, entscheidet sich immer auch dafür, Zeit mitzubringen. Es lohnt sich.«

Verantwortung

»Arbeitgebende tragen Verantwortung. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einerseits, in gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Belangen andererseits. Erstere ist den Betriebsinhabern im Handwerk sehr bewusst. Sie bilden aus, bilden weiter und sorgen dafür, dass sich Fachkräfte entwickeln. Davon profitieren beide Seiten. Sich für gesellschaftliche, kulturelle oder soziale Belange einzusetzen, ist für den einzelnen Handwerksbetrieb alleine weitaus schwieriger. Meist ist es das unmittelbare regionale Umfeld, welches Handwerksbetriebe mit viel Engagement unterstützen. Oft geht es dabei um Vereine oder auch um die Unterstützung von Einzelschicksalen. Eine wichtige Aufgabe. Um allerdings weitreichendere Aktivitäten zu organisieren und umzusetzen, braucht man ehrenamtliche Netzwerke. Diese sind bspw. in den Innungen, bei den Kammern oder, wie bei uns, dem Businessclub der Handwerkskammer hier in Köln zu finden. Sehr viel leichter können in der Gemeinschaft auch überregionale Initiativen angestoßen, soziale Projekte beworben oder auch Türen für Sponsoringaktionen geöffnet werden. Dass es zusätzlich eine pure Freude ist, etwas zum Gelingen eines sozialen Projektes beigetragen zu haben, muss man nicht erwähnen. Die Zeit ist hier gut investiert.«

Wenn Betrieb und Ehrenamt Pause haben

»Ich mag Kunst. In der Lichtreklameherstellung haben wir oft mit Künstlerinnen und Künstlern oder Galerien zu tun. Da fängt man irgendwann an, sich auch für deren Welt zu interessieren. Ein schöner Ausgleich.«

Abschalten

»Yoga. Ab und an brauche ich die innerliche Ruhe. Auch dafür muss Zeit sein.«

Eine Leidenschaft

»Licht. Licht ist Leben und mein Geschäft.«

 

Produktionsdatum: 11/2017 | Foto: WHKT