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Das Geheimnis unseres Erfolges.

Klaus Feuler, Kfz-Elektrikermeister, Arbeitnehmer-Vizepräsident der HWK Dortmund

Klaus Feuler, 64, Kfz-Elektrikermeister, Arbeitnehmer-Vizepräsident der Handwerkskammer Dortmund und Vizepräsident des Deutschen Handwerkskammertages

Der Einsatz lohnt sich

Im Handwerk setzen sich viele Tausend Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ehren­amtlich dafür ein, das hohe Ausbildungs- und Leistungsniveau zu halten und zukunftsfähig auszubauen. Es handelt sich um ein System der Verantwortung, der Mitwirkung, des gegenseitigen Respekts und der Anerkennung, welches in der Handwerksordnung seine gesetzliche Verankerung findet. Hier ist geregelt, wie und wo in der wirtschaftlichen Selbstverwaltung das Ehrenamt mitwirkt und die praktischen Erfahrungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einfließen.

Geheimnis des Erfolges

Wenn man so will, liegt auch genau hier das Geheimnis des Erfolges. Nicht hauptamtliche Manager oder Pädagogen haben das alleinige Sagen. In der wirtschaftlichen Selbstverwaltung und dem Prüfungswesen sind es Handwerkerinnen und Handwerker selbst, die an der Spitze einer jeden Kammer, eines jeden Verbandes oder Ausschusses dafür sorgen, dass die Willensbildung sich daran orientiert, was den Mitgliedern wichtig ist.

Wofür ich mich stark mache

Es geht mir in erster Linie um diejenigen, die im Handwerk angestellt sind. Mit Blick in die Zukunft heißt das, dass wir uns über die Attraktivität unseres Wirtschaftszweiges weit mehr Gedanken machen müssen als es bereits geschieht. Um allerdings gerade bei jungen Menschen das Interesse zu wecken, müssen wir das gesamte Paket Handwerk im Auge haben.

Dazu gehören …

die Vergütung, die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sowie die beruflichen Perspektiven und die Möglichkeiten des Durchstiegs zur Hochschule oder in andere Qualifizierungsbereiche – national wie international. Wir sollten auch den Auszubildenden, die bereits im Handwerk sind, frühzeitiger und intensiver aufzeigen, wie und was sie mit einer dualen Ausbildung erreichen können. Nur den Wenigsten ist wirklich bewusst, was mit einem guten handwerklichen Abschluss alles erreichbar ist.

Stellenwert der Arbeitnehmerschaft

Letztlich sind es die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die den betrieblichen Erfolg erwirtschaften. Tatsache ist aber, dass sie nach wie vor kaum gleichberechtigt mit ihren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern verhandeln. Dies setzt sich in gleicher Weise in den Strukturen des Ehrenamts fort. Hier ist es die Arbeitgeberseite, die durch ein höheres Stimmenverhältnis in den Gremien dafür sorgt, dass die Spitzenpositionen in der wirtschaftlichen Selbstverwaltung allein von ihnen besetzt werden. Auch darüber muss nachgedacht und geredet werden.

»Nicht hauptamtliche Manager oder Pädagogen haben das alleinige Sagen. In der wirtschaftlichen Selbstverwaltung und dem Prüfungswesen sind es Handwerkerinnen und Handwerker selbst, die an der Spitze einer jeden Kammer, eines jeden Verbandes oder Ausschusses dafür sorgen, dass die Willensbildung sich daran orientiert, was den Mitgliedern wichtig ist. «

Klaus Feuler

 

Produktionsdatum: 03/2014 | Fotos: WHKT