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Ehrenamt funktioniert

Stefanie Quacken, Stuckateurmeisterin, u.a. Prüferin im Gesellenprüfungsausschuss der HWK Düsseldorf, Vorstandsmitglied der Stuckateurinnung in Krefeld

Stefanie Quacken, Stuckateurmeisterin aus Viersen, seit 2005 Prüferin im Gesellenprüfungsausschuss der Handwerkskammer Düsseldorf, seit 2011 im Ausschuss zur Erstellung von Prüfungsaufgaben und seit 2012 Vorstandsmitglied der Stuckateurinnung in Krefeld.

Froh zu sein

Jungen Menschen den Beruf beizubringen und zu sehen, wie jemand Freude dabei empfindet, eine schwierige Aufgabe bewältigt zu haben, macht mich froh. Wer sich als Ausbilder oder Prüfer mit dem Ehrenamt persönliche Vorteile verschaffen möchte, sollte es gleich lassen. Ehrenamtliches Engagement muss aus einer inneren Überzeugung heraus kommen, ansonsten wird man unzufrieden und unfair zugleich. Und das haben weder die Prüflinge, noch die Kollegen verdient, mit denen man sich gemeinsam für die Qualität der Ausbildung und die Interessen der Arbeitnehmer einsetzt.

Vorurteile

Die meisten Prüflinge haben mit einer Frau als Meisterin in ihrem Beruf noch nie zu tun gehabt. Das spürt man ab und an. Sie sind verunsichert und wissen nicht, was sie davon zu halten haben oder wie sie damit umgehen sollen. Die Prüflinge suchen zu Beginn daher den Blickkontakt zu meinen männlichen Kollegen. Nachdem ich aber die ersten Fragen gestellt habe und mit ihnen ins Gespräch gekommen bin, dreht sich die Situation, und ich habe das Gefühl, ihnen ist es sehr recht, dass ich dabei bin.

Schön ist, ....

die strahlenden Augen derer zu sehen, die sich auf ihre Prüfungen vorbereitet haben und dann den ersehnten Gesellenabschluss in Händen halten. Für mich eine Bestätigung dafür, dass das System duale Ausbildung und Ehrenamt funktioniert.

»Mein Motto fürs Ehrenamt: Freude am Berufsleben haben und sich gerne auch für andere einsetzen.«

Stefanie Quacken

 

Produktionsdatum: 03/2014 | Fotos: WHKT