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Die Mitte der Handwerkerschaft gibt selbst den Ton an

Bernd von Wirth, Kfz-Technikermeister, ehrenamtlich tätig im Meisterprüfungsausschuss

Bernd von Wirth, bildet als Kfz-Technikermeister bei der Firma Thüllen in Jülich Lehrlinge aus und sorgt ehrenamtlich im Meisterprüfungsausschuss dafür, dass es fair zugeht und jeder das zeigen kann, was er oder sie drauf hat.

»Ohne Ehrenamt würden weder die Sportvereine oder die Kulturförderung funktionieren, noch die handwerkliche Selbstverwaltung oder das berufliche Prüfungswesen im dualen Bildungssystem.«

Bernd von Wirth

Prüfen heißt, ...

im Team zu arbeiten und zu verstehen, dass jeder Prüfling Stress anders empfindet und verarbeitet. Manch einer redet und redet und ein anderer bekommt kein Wort raus. Wir als Prüfungsausschuss müssen versuchen, in allen Fällen herauszufinden, was der jeweilige Prüfling wirklich kann. Immer wieder eine Herausforderung, die vor allem mit Menschenkenntnis und dem Aufbau von Vertrauen zu tun hat. Die besten Prüfungen sind für uns daher die, nach denen der Prüfling mit dem Gefühl rausgeht, sein Wissen und Können voll eingebracht zu haben.

Das Ehrenamt ...

sorgt für die geringstmöglichen Kosten, und es gewährleistet, dass die betriebliche Praxis in den Prüfungen und in der Handwerksorganisation in der ersten Reihe sitzt. Nicht angestellte Manager ohne Selbsthaftung legen die Leitlinien der Handwerkspolitik fest, sondern die Mitte der Handwerkerschaft selbst gibt den Ton an. Dadurch bleibt einerseits die Nähe zum Betrieb gesichert und andererseits ist gewährleistet, dass nicht kurzfristig ökonomische Belange die Entscheidungen prägen, sondern auch Themen wie Nachhaltigkeit, Ökologie, soziale Gerechtigkeit und Integration berücksichtigt werden.

 

Produktionsdatum: 03/2014 | Fotos: WHKT