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WHKT-REPORT 11/2018

Landesregierung will Berufsbildung stärken: Handwerk fordert die zeitliche Verschiebung des Bewerbungszeitpunkts für Sekundarstufe I-Schüler/-innen am Berufskolleg

Im vierten Quartal eines Jahres besuchen weiterführende Schulen alle Sekundarstufe I-Schulen, um Schülerinnen und Schüler zu gewinnen und ihnen den vollzeitschulischen Weg zu weiteren Schulabschlüssen zu ermöglichen. Diese können/müssen sich dann bis Anfang Februar anmelden und fühlen sich »versorgt«, sodass sie sich nicht weiter um eine Karriere und weitere Schulabschlüsse über eine duale Erstausbildung bemühen. Viele Ausbildungsbetriebe suchen aber zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht intensiv nach Nachwuchs und entscheiden erst später über ihr Angebot an Ausbildungsplätzen. Gerade kleine und mittelständische Betriebe haben einen nicht so langen zeitlichen Vorlauf. Das mag man bedauern, aber es ist häufig Realität. Besonders wichtig erscheint dem WHKT, dass das Land sein Bildungssystem nicht nur aus Sicht der staatlichen Bildungsinstitutionen denkt und gestaltet, sondern die betrieblich verantwortete Berufsbildung gleichermaßen berücksichtigt.

In einem 2-seitigen Positionspapier der sieben Handwerkskammern in NRW heißt es wörtlich: »Der frühe Bewerbungs- bzw. Anmeldezeitpunkt an Berufskollegs, der bislang generell für Ende Januar/Anfang Februar vorgesehen ist, muss im Interesse eines sinnvollen Übergangs nach der Schule und im Interesse der Besetzung der zunehmenden Anzahl von offenen, dualen Ausbildungsplätzen verschoben werden. Möglichst alle Schüler/-innen sollen im Anschluss an die allgemein bildenden Schulen die für sie richtige Anschlussperspektive finden und einschlagen. Dies ist eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe.«

Das Positionspapier steht unter www.whkt.de/positionen/ als Download zur Verfügung.

Betriebe mit guter Ausbildungsleistung stärker unterstützen: WHKT-Vollversammlung appelliert an Handwerksorganisationen, gute Ausbildungsbetriebe auszuzeichnen

Für kleine und mittelständische Betriebe wird es immer schwieriger, geeignete und leistungsstarke Nachwuchskräfte zu finden und ihre Ausbildungsstellen zu besetzten. Hier können Handwerksorganisationen mit verschiedenen Unterstützungsleistungen ansetzen.

Die Vollversammlung des WHKT hat am 26. Oktober 2018 eine Position verabschiedet, in der die Handwerksorganisationen ermutigt werden, Betriebe mit guter Ausbildungsleistung auszuzeichnen. Dafür haben sich die Kammern viele Auszeichnungen angeschaut und analysiert. Herausgekommen ist eine Empfehlung, Betriebe auf der Grundlage von Kriterien auszuwählen, die Rückschlüsse auf eine gute Ausbildungsleistung zulassen. Die Handwerkskammern – die für die betriebliche Ausbildung zuständigen Stellen – haben dreizehn Kriterien identifiziert, die sie als geeignet empfehlen.

Da es nicht ein entscheidendes Kriterium für eine gute Ausbildungsleistung gibt, sollten immer eine Reihe von Kriterien zur Anwendung kommen. Welche es dann genau sind, entscheidet die jeweilige Organisation, die solche Auszeichnungen vornehmen möchte.

Zwei Auszeichnungen sind exemplarisch als gute Beispiele in NRW benannt: Das »Gütesiegel für TOP-Ausbildungsbetrieb« der Maler- und Lackiererinnung Düsseldorf und die Auszeichnung der Stiftung Pro Duale Ausbildung der Handwerkskammer zu Köln, die ebenfalls »TOP Ausbildungsbetrieb« heißt.

Das Positionspapier steht als Download zur Verfügung unter www.whkt.de/positionen.

Veranstaltungsankündigung: WHKT-EU-Forum 2018

Am 23. November 2018 ab 14.00 Uhr findet in der Handwerkskammer Düsseldorf das diesjährige WHKT-EU-Forum statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Gäste sind in diesem Jahr die Vorsitzende des Bildungsausschusses des Europäischen Parlaments, Frau Petra Kammerevert  MdEP, Herr Dr. Peter Liese MdEP, Mitglied des Umweltausschusses sowie der Vorsitzende des Europaausschusses des Landtags Nordrhein-Westfalen, Herr Dietmar Brockes. Das Programm wird unter www.whkt.de/termine bereitgestellt.

Ziel des EU-Forums ist, über EU-Vorhaben zu informieren, die für Handwerksunternehmen von Bedeutung sind, und Gelegenheit zu geben, sie mit denjenigen zu diskutieren, die diese Vorhaben mitverantworten.

Für weitere Informationen oder Rückfragen wenden Sie sich an Frau Bucherer, Tel.: 0211/3007-718, E-Mail: jeanine.bucherer(at)whkt.de.

Ende für den Gebäude-Check Energie: Erfolgreiches EFRE-Programm ausgebremst

Hauseigentümern mit einer qualifizierten Initialberatung durch speziell geschulte Handwerkerinnen und Handwerker Energieeinsparpotenziale aufzuzeigen und gebäudebezogen über Nutzungsmöglichkeiten solarer Energie zu informieren, war die Zielrichtung des Programms Gebäude-Check Energie. Im Frühjahr des Jahres verkündete das Beihilfereferat des Wirtschaftsministeriums nun völlig unerwartet das Aus für die bewährte Einstiegsberatung zur Energieeinsparung.

Nach 18 Jahren Laufzeit hatten die an der Umsetzung der Initiative beteiligten Organisationen, die EnergieAgentur.NRW, der Westdeutsche Handwerkskammertag und seine Serviceeinrichtung GFWH GmbH sowie die nordrhein-westfälischen Handwerkskammern und einige Fachverbände, den Gebäude-Check Energie in den vergangenen zwei Jahren in Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium umfassend überarbeitet.

Der Start des rundum erneuerten Programms, mit dem Gebäude-Checker nun zeitgemäß relevante Gebäude- und Verbrauchsdaten in einer App erfassen, auswerten und den Gebäudeeigentümern übersichtlich und leicht verständlich vermitteln konnten, übertraf alle Erwartungen. Bereits in den ersten Monaten registrierte der Westdeutsche Handwerkskammertag weit über eintausend Meister und Gesellen insbesondere aus dem Schornsteinfegerhandwerk, die sich durch spezielle Schulungen bei den Handwerksorganisationen auf die Tätigkeit als Gebäude-Checker vorbereiteten.

Das neue Instrument, das die Enquetekommission zur Zukunft des Handwerks und Mittelstands in Nordrhein-Westfalen erst im vergangenen Jahr der Landesregierung als Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele besonders empfohlen hatte, fand auch bei der nordrhein-westfälischen Bevölkerung großen Anklang: Allein bis April dieses Jahres erfassten die geschulten Handwerker mehr als 1.300 Gebäude-Checks.

Reiner Nolten, Hauptgeschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertages: »Durch das plötzliche Ende fühlen sich derzeit nicht nur die beteiligten Organisationen wie vor den Kopf gestoßen. Vor allem diejenigen Handwerksbetriebe, die viel Zeit und Geld in die Fortbildung ihrer Mitarbeiter zum Gebäude-Checker investiert haben, und nicht zuletzt viele Bürgerinnen und Bürger reagieren mit völligem Unverständnis und Enttäuschung auf diese kaum nachvollziehbare Entscheidung.«

In den insgesamt über 20 Jahren Laufzeit des Programms führten Gebäude-Checker in Nordrhein-Westfalen mehr als 40.000 Gebäude-Checks und über 28.000 Solar-Checks durch. Aufgrund dieser Einstiegsberatungen lösten Gebäudeeigentümer etliche Millionen Euro an Modernisierungsmaßnahmen für ihre Wohngebäude aus, die nicht nur zum Werterhalt einer großen Anzahl an Immobilien nordrhein-westfälischer Bürgerinnen und Bürger beitrugen, sondern vor allem zu wesentlichen Energie- und Ressourceneinsparungen zum Vorteil der Umwelt führten. Zudem ergaben sich für die regionale Wirtschaft positive Effekte, da in vielen Fällen Empfehlungen der Gebäude-Checker durch regional ansässige Handwerksbetriebe umgesetzt werden konnten.

Hintergrund der Beendigung ist das europäische Beihilferecht, mit dem sichergestellt werden soll, dass eine Wettbewerbsverzerrung im Binnenmarkt verhindert beziehungsweise beseitigt und ein offener und wettbewerbsfähiger Markt geschaffen wird. Das Programm Gebäude-Check Energie endete zum 30.09.2018.

Seit Dezember 2017 können auch Energieberater, die in einem Handwerksbetrieb tätig sind oder einen solchen führen, die »Energieberatung für Wohngebäude« sowie den gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplan des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erstellen und Beratungsleistungen im Programm »Energieberatung Mittelstand« anbieten. Über entsprechende Weiterbildungungsmöglichkeiten für Handwerkerinnen und Handwerker informieren die Handwerkskammern.

Leistungswettbewerb des Handwerks NRW 2018: Ministerpräsident Laschet ehrt besten Handwerksnachwuchs

Die Atmosphäre hätte besser nicht sein können: Die besten 81 Gesellinnen und Gesellen des aktuellen Handwerksnachwuchses sind am 27. Oktober 2018 im Ludwig Forum, einem Museum in Aachen, von Armin Laschet, Schirmherr des Wettbewerbs und Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, ausgezeichnet und gewürdigt worden. Die Veranstaltung wurde musikalisch herausragend begleitet von der FH Bigband Full House. Präsente und eine Verlosungsaktion von drei Reisegutscheinen gab es zusätzlich zur Siegerurkunde für alle Sieger/innen. Die Ausbildungsbetriebe der Sieger/innen erhalten im Nachgang ebenfalls eine Urkunde, um diese gute Ausbildungsleistung für ihre zukünftige Nachwuchswerbung nutzen zu können.

Non-formal und informell erworbene Kompetenzen: Projekt »ValiKom Transfer« gestartet

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts »Abschlussbezogene Validierung non-formal und informell erworbener Kompetenzen« im Oktober 2018, startet ab dem 1. November 2018 das dreijährige Transferprojekt »Aufbau von Kompetenzzentren zur Durchführung von Validierungsverfahren für duale Berufe bei zuständigen Stellen« (kurz ValiKom Transfer). Im Rahmen des Projekts werden bundesweit weitere Kammerstandorte aufgebaut, die für ausgewählte duale Ausbildungsabschlüsse Validierungsverfahren anbieten. Insgesamt sind 30 zuständige Stellen am Projekt ValiKom Transfer beteiligt.

Die vier Handwerkskammern sowie vier Industrie- und Handelskammern aus dem Projekt ValiKom, die das Validierungsverfahren gemeinsam entwickelt und erprobt haben, werden ihr Know-how an die neuen Projektpartner weitergeben und sie bei ihrem Einstieg unterstützen. Neben weiteren Handwerkskammern sowie Industrie- und Handelskammern, beteiligen sich zwei Landwirtschaftskammern am Projekt. Auch das Angebot an Berufen wird erweitert. Am Ende des Projekts sollen die beteiligten Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern für jeweils 15 Berufe Validierungsverfahren anbieten können. Die beiden Landwirtschaftskammern werden sich zunächst auf zwei Berufe konzentrieren, in denen viele formal Ungelernte arbeiten. Auch dieses Folgeprojekt wird durch das Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln wissenschaftlich begleitet. Der Westdeutsche Handwerkskammertag übernimmt die Projektleitung.

An dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekt sind 11 Handwerkskammern, 17 Industrie- und Handelskammern, 2 Landwirtschaftskammern, das Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH) sowie der WHKT beteiligt. Weitere Informationen zum Projekt gibt es zukünftig auf der Webseite www.validierungsverfahren.de.

 

Förderprogramm »Integration durch Qualifizierung (IQ)«: Kleine Erfolgsgeschichte – IQ Betriebsdatenbank für Geflüchtete in NRW

Betriebe und Geflüchtete zusammenzubringen, das war und ist die Idee der Datenbank, die online unter www.iq-netzwerk-nrw.de/integrationsbetriebe/ zur Verfügung steht. Unter dem Titel der Datenbank »Integrationsbetriebe in NRW« haben sich inzwischen mehr als 1.200 Betriebe registriert. Insbesondere um Geflüchteten den Einstieg in ein qualifikationsadäquates Arbeitsverhältnis zu ermöglichen und Betriebe kennenzulernen, hat sich die Datenbank bewährt. Mehrere hundert Vermittlungen konnten auf diese Weise bereits erfolgen. Um gewährleisten zu können, dass es bei den Vermittlungen der Praktika auf allen Seiten fair zugeht, sind haupt- und ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter zwischengeschaltet. Etwa 700 Begleitpersonen haben sich bereits registriert und greifen auf den Adresspool der Datenbank »Integrationsbetriebe in NRW« zu und begleiten Geflüchtete in die Praktikumsbetriebe. Auf diese Weise entstehen neue Brücken in die Betriebe, den Arbeitsmarkt, die berufliche Anerkennung und in die Weiterbildung für Geflüchtete, die über formale und auch non-formale Qualifikationen verfügen.

Kooperationspartner der IQ-Initiative »Integrationsbetriebe in NRW« waren zunächst die sieben Handwerkskammern und die Regionaldirektion in NRW der Bundesagentur für Arbeit. Ein großer Teil der eingetragenen Betriebe stammt nach wie vor aus dem Handwerk. Die Industrie- und Handelskammern sowie die Landwirtschaftskammer NRW haben sich ebenfalls angeschlossen und ihren Mitgliedern empfohlen, sich einzutragen.

Das Förderprogramm »Integration durch Qualifizierung (IQ)« zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Kohäsionspolitik nach 2020: Gemeinsame Veranstaltung von WHKT und BHT in Brüssel erfolgreich durchgeführt

Rund 100 Teilnehmende folgten am 05.11.2018 der Einladung von Westdeutschem Handwerkskammertag und Bayerischem Handwerkstag zur Veranstaltung »Kohäsionspolitik nach 2020: Chancen für Handwerk und KMU?!: EU-Förderung auf dem Prüfstand zwischen Bürokratie und Nachhaltigkeit« in Brüssel.

Hans Hund, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags, stellte einführend mehrere Handwerksinitiativen vor, die aktuell Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) erhalten. Zur Frage nach Problemen in der aktuellen Förderphase äußerte er insbesondere den Wunsch nach Erleichterungen bei De-minimis-Beihilfen, vor allem in der Beratung. Bezugnehmend auf eine Vorschrift in der ELER-Verordnung regte Präsident Hund hier eine fondsübergreifende Bagatellregelung an.

Vereinfachungen waren auch Gegenstand des anschließenden Impulsvortrags des Präsidenten des Europäischen Rechnungshofs, Klaus-Heiner Lehne.  Lehne erläuterte, dass der Rechnungshof seit Längerem immer wieder Verringerungen des Verwaltungsaufwands bei der Europäischen Kommission angemahnt habe. Mit Blick auf die aktuellen Vorschläge mahnte er, es müsse sichergestellt sein, dass die Reduzierung des bürokratischen Aufwands nicht zu Lasten eines ordentlichen Finanzmanagements und nicht zu Lasten des Ergebnisses der Mittelverwendung gehen darf. Kritisch erwähnte Lehne in diesem Zusammenhang die Zurücknahme der Kontrolle durch die Europäische Kommission.

Die Podiumsdiskussion führten Herr Dr. Frank Hüpers, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Handwerkstages, Herr Dr. Markus Pieper, Mitglied des Europäischen Parlaments, Herr Erich Unterwurzacher, Direktor in der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission, Herr Jiří Buriánek, Generalsekretär des Ausschusses der Regionen und Herr Thomas Pickartz, Stv. Mertens, zuständig für Regionalpolitik bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland.

Im Ergebnis wurde deutlich, dass die stärkere Verzahnung der Kohäsionspolitik mit dem europäischen Semester bei den Beteiligten jenseits des Handwerks auf breite Zustimmung stieß. Der Vertreter der ständigen Vertretung sah diese je nach thematischer Schwerpunktsetzung sogar als Chance für das Handwerk. Dass auch stärker entwickelte Regionen wie Bayern und Nordrhein-Westfalen an den Fonds beteiligt werden, wurde allgemein begrüßt. Der Generalsekretär des Ausschusses der Regionen erinnerte daran, dass dies im Vorfeld durchaus umstritten war. Der Europaabgeordnete Pieper mahnte zudem, die Ansprüche nicht zu hoch zu schrauben. In der Gesamtschau, unter Einbeziehung von Erasmus+ und Horizon, sehe er, dass für Nordrhein-Westfalen in erheblichem Umfang europäische Mittel zur Verfügung stehen werden. Beim Thema Vereinfachungen wurden Pauschalen, Berichtspflichten und nach Intervention von Herrn Dr. Hüpers auch die Beihilfen diskutiert. Der Vertreter der Europäischen Kommission, Herr Unterwurzacher, erläuterte, dass er die aus Deutschland vorgetragenen Sorgen kenne. Seines Erachtens sei es indes zielführender, für die De-minimis-Problematik eine Lösung außerhalb der Kohäsionspolitik zu suchen. Die Überprüfung des europäischen Beihilferegimes laufe in Kürze an.

Landesregierung: WHKT überreicht Ministerpräsident Armin Laschet Goldenes Landesbuch von Nordrhein-Westfalen

Nachdem sich im Frühjahr dieses Jahres die freien Seiten des Gästebuchs des Landes Nordrhein-Westfalen dem Ende zuneigten, kam die Idee auf, dass ein neues Gästebuch durch Lehrlinge des Buchbinderhandwerks in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung erstellt werden sollte.

Der WHKT organisierte die Verwirklichung dieser Idee und fand nicht nur vier Buchbinderbetriebe, die ihre Lehrlinge freistellten, sondern konnte auch die für die ÜLU zuständige Ausbilderin Simone Püttmann engagieren und das Adolph-Kolping-Berufskolleg in Münster als Werkstätte gewinnen. In diesem Rahmen entstand zusätzlich zum Gästebuch des Landes Nordrhein-Westfalen ein Goldenes Landesbuch von Nordrhein-Westfalen.

Beide Bücher überreichten WHKT-Präsident Hans Hund und WHKT-Hauptgeschäftsführer Reiner Nolten im Rahmen der Schlussfeier des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks auf Landesebene in NRW feierlich Herrn Ministerpräsident Armin Laschet.

Personalia

Im Rahmen des Festaktes des ungarischen Generalkonsulats in Düsseldorf aus Anlass des ungarischen Nationalfeiertags zur Erinnerung an den Aufstand in 1956 überreichte der ungarische Generalkonsul Balázs Szegner am 22.10.2018 den vom ungarischen Staatspräsidenten János Áder an WHKT-Hauptgeschäftsführer Reiner Nolten verliehenen Verdienstorden der Republik Ungarn.

Im Rahmen der turnusgemäßen Neuwahlen der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) wurde Berthold Schröder, Zimmerermeister, Vizepräsident des Westdeutschen Handwerkskammertages und Präsident der Handwerkskammer Dortmund, am 26.10.2018 einstimmig zum Vorsitzenden der LGH gewählt.

Am 03.10.2018 verstarb der ehemalige Vizepräsident der Handwerkskammer Aachen Helmut Ruhnau im Alter von 82 Jahren. Helmut Ruhnau war von 1990 bis 2000 Arbeitnehmer-Vizepräsident der Handwerkskammer Aachen und damit Mitglied der Vollversammlung. »Aus dem Bauhandwerk stammend war er geerdet und verstand die Bedürfnisse und Interessen der Arbeitnehmer des Handwerks mit Leib und Seele. Entsprechend hat er sich in seinem Kammerbezirk, aber auch im Kreis der Arbeitnehmer-Vizepräsidenten auf Landesebene konstruktiv, aber immer im Interesse der Menschen, die er vertrat, eingesetzt«, so WHKT-Präsident Hans Hund in der Trauerrede.

Terminvorschau

16./17.11.2018 | Köln: Handwerkstage NRW

17.11.2018 | Köln: 7. Meistertag NRW unter Teilnahme von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sowie Stefan Bartel (www.safety-culture.de) mit einem Vortrag zum Thema »Führung in Zeiten der Veränderung« und Kabarettistin Anka Zink als Show-Act. Moderiert wird der Meistertag von WDR-Moderatorin Gisela Steinhauer.

21.11.2018 | Dortmund: Vollversammlung der Handwerkskammer Dortmund

22.11.2018 | Köln: Vollversammlung der Handwerkskammer zu Köln

23.11.2018 | Düsseldorf: WHKT-EU-Forum unter Teilnahme der Europaabgeordneten Petra Kammerevert und Dr. Peter Liese sowie Herrn Dietmar Brockes MdL, Vorsitzender des Europaausschusses im Landtag NRW

26.11.2018 | Berlin: 4. Sitzung der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags »Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt«

27.11.2018 | Düsseldorf: LGH-Arbeitsausschuss mit der Abteilungsleiterin für Qualifizierung im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Frau Christina Ramb

29.11.2018 | Dortmund: Obermeistertag der Handwerkskammer Dortmund

30.11.2018 | Köln: Arbeitstagung der Vizepräsidenten AN

02.12.2018 | Düsseldorf: Unikate-Ausstellung der Handwerkskammer Düsseldorf

03.12.2018 | Köln: Praktischer Leistungswettbewerb auf Kammerebene (Handwerkskammer zu Köln)

04.12.2018 | Düsseldorf: Handwerk.NRW Rundfahrt Handwerk live

07.12.2018 | Neheim-Hüsten: Jubiläumsmeisterfeier der Handwerkskammer Südwestfalen

10.12.2018 | Berlin: 5. Sitzung der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags »Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt«

 

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