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Starthelfende Ausbildungsmanagement (Laufzeit: 01.01.2018–31.12.2018)

 
Hintergrund:

Die Einmündung in Ausbildung ist für viele Jugendliche noch immer mit großen Schwierigkeiten verbunden. Jedes Jahr gibt es zu viele unversorgte Bewerber/innen, die sich um eine Ausbildung bemühen, erfolglos bleiben und in Warteschleifen oder Arbeitslosigkeit münden.

Die Gründe dafür liegen in dem noch immer zu geringen Angebot an Ausbildungsstellen, an der mangelnden Ausbildungsreife vieler Jugendlicher bei gleichzeitig gestiegenen Anforderungen an die Qualifikation der Bewerber/innen sowie an der unzureichenden Berufsorientierung, die dazu führt, dass Jugendliche an einigen wenigen Modeberufen festhalten, ohne die Chancen, die sich in weniger bekannten Berufsfeldern bieten, zu erkennen.

 

Ziele:

Beratung von Jugendlichen
Die Starthelfer/innen beraten Jugendliche im Rahmen der Berufsorientierung sowie im Bewerbungsprozess auch mit Fokus auf Ausbildungsmöglichkeiten in weniger bekannten Branchen.

Akquise von Ausbildungsplätzen
Die Starthelfenden akquirieren geeignete Ausbildungsplätze speziell für Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

Vermittlung
Die Starthelfer/innen vermitteln Jugendliche in betriebliche Ausbildung. Jugendliche, die sich noch in der Berufsorientierungsphase befinden oder denen es an der nötigen Ausbildungsreife mangelt, können in Praktika oder in eine Einstiegsqualifizierung vermittelt werden.

Begleitung abgeschlossener Ausbildungsverhältnisse
Als Kontaktperson für Probleme im ersten Ausbildungsjahr begleiten die Starthelfenden die Ausbildungsverhältnisse, an deren Zustandekommen sie mitgewirkt haben.

 

Maßnahmen:

Um die dargestellten Projektziele zu erreichen, werden insgesamt 32 Starthelfende eingesetzt, die bei den Kammern und anderen Wirtschaftsorganisationen angestellt sind (7 Handwerkskammern, 13 Industrie- und Handelskammern sowie der Bauindustrieverband NRW).

Die Starthelfenden kümmern sich auf der einen Seite gezielt um unvermittelte Bewerber/innen im Ausbildungskonsens NRW, auf der anderen Seite aber auch präventiv um Jugendliche, die Unterstützung benötigen. Gleichzeitig nutzen die Starthelfenden auch ihre guten Kontakte zu den Betrieben und gehen auf diese zu,  um passende Jugendliche auf deren offene Ausbildungsstellen zu vermitteln und darüber hinaus weitere Ausbildungs- und Praktikumsstellen zu akquirieren.

Ansprache und Beratung
Die Jugendlichen werden unmittelbar, aber auch mittelbar angesprochen, um sie über die besonderen Karrierechancen, die sich hinter eher unbekannten oder mit Vorurteilen verbundenen Berufen und Branchen verbergen, zu informieren. Dazu werden die vorhandenen Strukturen vor Ort wie Informations- und Beratungskontakte zu Lehrkräften, Schüler/innen und Eltern sowie die gezielte Verbreitung von Informationsmaterialien genutzt.

Akquise zur Vermittlung
Im Rahmen des Matchingprozesses besteht ein sehr intensiver Kontakt zu den Betrieben. Insbesondere der Zugang zu den vorrangig kleinen und mittleren Betrieben soll dazu genutzt werden, weitere Ausbildungsstellen für Jugendliche mit Vermittlungsbedarf zu erschließen sowie Praktikumsstellen zu akquirieren, da dies oft der beste Einstieg für eine berufliche Orientierung und in eine Ausbildung ist.

Vermittlung
Die Starthelfenden kooperieren eng mit den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern vor Ort. Die wichtigste Aufgabe ist es, die Jugendlichen zu motivieren, sich mit offenen Stellen am Ausbildungsmarkt auseinanderzusetzen und gezielt zu Perspektiven in diesen Berufen zu beraten. Die Starthelfenden ermitteln betriebsspezifische Anforderungsprofile, um diejenigen Jugendlichen auszuwählen und in betriebliche Ausbildungsverhältnisse zu vermitteln, die vom Anforderungsprofil dorthin passen.

Begleitung vermittelter Ausbildungsverhältnisse
Als „Kontaktperson“ für Probleme im ersten Ausbildungsjahr begleiten die Starthelfer/innen die Ausbildungsverhältnisse, an deren Zustandekommen sie mitgewirkt haben. Die Erfahrung zeigt, dass sie sowohl bei Jugendlichen als auch bei Betrieben Vertrauen genießen und somit für beide Parteien als gute erste Anlaufstelle bei Schwierigkeiten wahrgenommen werden. Die Begleitung der Ausbildungsverhältnisse dient so als präventives Instrument, um Problemen frühzeitig konstruktiv zu begegnen und Ausbildungsabbrüchen vorzubeugen.

Vernetzung mit anderen Akteuren
Um eine koordinierte Zusammenarbeit vor Ort zu gewährleisten, gilt die Vernetzung mit relevanten Akteuren als übergeordnetes Ziel. Dazu gehören beispielsweise andere Kammerfachkräfte, Schulen sowie die Agenturen für Arbeit und Jobcenter. Insbesondere im Bereich der Starthelfenden mit Schwerpunkt Migration findet eine intensive Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen und den Kommunalen Integrationszentren statt.

 

Förderung:

Kontakt:

Westdeutscher Handwerkskammertag
Volmerswerther Straße 79 | 40221 Düsseldorf
Andreas Oehme
Tel.: 0211/3007-735 | Fax: -900
E-Mail: andreas.oehme(at)whkt.de

 

 

 

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