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Inklusionskompetenz bei Kammern erhöhen (Laufzeit: 01.07.2013–30.06.2015)

Hintergrund:

In Nordrhein-Westfalen haben sechs von sieben Handwerkskammern und drei von sechszehn Industrie- und Handelskammern Integrationsberater/innen in Kooperation mit und Beauftragung durch die jeweiligen Integrationsämter der Landschaftsverbände eingestellt, um insbesondere Betriebe aber auch direkt Menschen mit Schwerbehinderungen zu beraten. Diese Beratungsstellen kooperieren innerhalb des jeweiligen Kammerbezirks mit Integrationsamt, örtlicher Fürsorgestelle, Arbeitsagenturen, Integrationsfachdiensten und Rehaberater/innen der Rentenversicherungsträger. Eine Vernetzung und einen Austausch zwischen den Beratern aller Kammern gibt es nicht systematisch. Berater/innen der Kammern, die unmittelbaren Kontakt zu Mitgliedsbetrieben haben, wie die Ausbildungsberatung und die Betriebsberatung kennen sich in dem Thema der Inklusion kaum aus. Es gilt umso mehr für diejenigen Kammern, die kein eigenes Personal für Integrationsberatung vorhalten.

Ziele:

Durch eine landesweite Vernetzung soll die Arbeit der Integrationsberater/innen der Kammern verbessert werden. Hierbei soll insbesondere auch über die Wirtschaftsbereiche hinweg zwischen den Integrationsberater/innen zusammengearbeitet werden. Zusätzlich sollen zur weiteren Optimierung der Arbeit geeignete Arbeitsmaterialien entwickelt werden, die dem Anspruch genügen dauerhaft von Kammern eingesetzt zu werden. Weitere Berater/innen in den Kammern sollen in den Grundzügen der Inklusionsthematik qualifiziert werden.

Maßnahmen:

1. Erfahrungsaustausche und Vernetzung
Zur Verbreitung von erfolgreichen Beratungs- und Vermittlungsansätzen tragen die Erfahrungsaustausche über die Kammergrenzen hinweg bei. Das Know-how der Integrationsberater/innen wird dadurch auch transferiert an Kammern ohne eigene Beraterinnen und Berater zu dem Thema.

2. Arbeitsmaterial
Zur Unterstützung der Berater/innen bei ihrer Arbeit vor Ort werden verschiedene Arbeitsmaterialien in Abstimmung mit den Kammern konzipiert. Dazu gehören u.a. kurze Flyer zur Ansprache von Betrieben zu unterschiedlichen Themen, eine Broschüre mit den wichtigsten Fragen und Antworten zur Beschäftigung von Arbeitnehmer/innen mit Schwerbehinderung und zur Reha-Ausbildung. Auch wird ein Verzeichnis aufgebaut mit Adressen barrierefreier Berufsschulen und deren duale Fachklassen.

3. Medien
Durch die zentrale Aufbereitung und Bereitstellung von Texten für Internetseiten, der Entwicklung einer APP für Smartphones für Unternehmen sowie einem Kurzfilm als Entscheidungshilfe für Unternehmen zur Beschäftigung von Arbeitnehmer/innen und Auszubildenden mit Schwerbehinderung wird es möglich sein, dass alle Kammern aktuelle Informationen und Arbeitsmaterialien im Netz für Ihre Mitglieder bereit stellen.

4. Qualifizierung von Ausbildungs- und Betriebsberater/innen
In Absprache mit den beiden Landschaftsverbänden in NRW soll ein umfassendes Fortbildungs-Curriculum inhaltlich und zeitlich für Kammerberater angepasst werden, die bislang kaum Kompetenzen in dem Themenfeld Inklusion besitzen. Schulungsveranstaltungen werden durchgeführt.

Förderung:

 

Kontakt:

Projektleitung:
Westdeutscher Handwerkskammertag
Volmerswerther Straße 79 | 40221 Düsseldorf
Andreas Oehme, Tel.: 0211/3007-735 | E-Mail: andreas.oehme(at)whkt.de


Projektbeteiligte:

Handwerkskammer Düsseldorf
Volker Boeckenbrink
Georg-Schulhoff-Platz 1
40221 Düsseldorf
Tel.: 0211/8795-356
E-Mail: volker.boeckenbrink(at)hwk-duesseldorf.de


Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg
Jürgen Hindenberg
Bonner Talweg 17
53113 Bonn
Tel.: 0228/2284-146
E-Mail: Hindenberg(at)bonn.ihk.de