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WHKT-REPORT 09/2016

Für Auszubildende in sogenannten Splitterberufen: Nächstes Bundesland muss Kosten für auswärtige Unterbringung von Auszubildenden übernehmen

Der Verwaltungsgerichthof Baden-Württemberg hat entschieden, dass Auszubildende aus sogenannten Splitterberufen zu Unrecht ungleich behandelt werden. Die ungleiche Behandlung hätte sachliche Gründe. Diesen Gründen käme jedoch kein solches Gewicht zu, dass sie auch die unterschiedliche finanzielle Belastung der Berufsschüler rechtfertige. Die finanzielle Mehrbelastung habe nicht unerhebliche Auswirkungen auf die grundrechtlich geschützte Freiheit der Wahl eines bestimmten Ausbildungsberufes. Die Belastung mit den Kosten der auswärtigen Unterbringung könne zudem eine abschreckende Wirkung insbesondere für Berufsschüler aus einkommensschwachen Bevölkerungsschichten haben. Das Urteil ist vom 28. Juni 2016 und unter dem Aktenzeichen 9S1906/14 zu finden.

Damit gibt es nach Bayern in einem weiteren Bundesland ein Urteil, dass das Land verpflichtet, die Kosten der notwendigen auswärtigen Unterbringung für Auszubildende zu übernehmen. Dies ist auch in Nordrhein-Westfalen ein großes Thema, da Ausbildungen abgebrochen werden (müssen), weil Auszubildende diesen Mehraufwand aus ihrer Ausbildungsvergütung nicht leisten können. Immer wieder gab es Fälle in den Medien und in der Beratung der Kammern, dass gerade Kinder von Alleinerziehenden oder Kinder aus Bedarfsgemeinschaften diese Kosten nicht tragen können, weil auch Jobcenter oder Arbeitsagenturen diese Mehrkosten nicht übernehmen. Es ist dringend notwendig, dass auch das Land Nordrhein-Westfalen eine solche Regelung im Interesse der Auszubildenden trifft. Das Schulministerium hatte bereits im Jahr 2008 einen mehrfach reduzierten Zuschuss in Höhe von zuletzt 5,00 Euro pro Nacht ersatzlos gestrichen. Das Land Baden-Württemberg, in dem jüngst das Urteil gesprochen wurde, zahlte bislang 6,00 Euro pro Nacht. In Bayern gibt es inzwischen im Artikel 10 des bayerischen Schulfinanzierungsgesetzes eine entsprechende Regelung zur Kostenübernahme. Dort heißt es u. a.: »Sind Berufsschülerinnen und Berufsschüler während des Besuchs einer Berufsschule, an der für sie ein Fachsprengel gebildet ist, notwendig auswärtig untergebracht, so werden ihnen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung abzüglich eines angemessenen Eigenanteils an den Kosten für die Verpflegung ersetzt.«

Kritische Position des Dualen Partners Berufskolleg: Auswertung der Anhörungen der Enquete-Kommission »Handwerk lohnt sich«

Die Enquete-Kommission zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand des Landtags in Nordrhein-Westfalen, initiiert durch die FDP-Landtagsfraktion, hat eine ganze Reihe von öffentlichen Anhörungen durchgeführt. Gerade auch aus bildungspolitischer Sicht lohnt es sich, diese Anhörungen näher zu betrachten. So haben z. B. zwei Experten, die über langjährige Berufserfahrung als Schulleiter von Berufskollegs verfügen, interessante Positionen in der Anhörung vom 15. Februar 2016 vertreten:

So kritisiert Josef Lütkecosmann, der aktuell im Kreistag des Kreises Coesfeld tätig ist, die Praxis der Schulentwicklungspläne. »Wir wollen uns von den Schulentwicklungsplänen verabschieden und eine Berufsbildungsplanung für den gesamten Kreis unter Einbindung der Träger erstellen. Das entspricht überhaupt nicht der Rechtslage. Aber Entwicklungspläne für einzelne Berufskollegs machen überhaupt keinen Sinn.« Ebenfalls spricht er sich gegen die Zentralisierung von Fachklassen aus, und zwar auf der Grundlage seiner Erfahrungen, dass zwei Jahre nach dem Weggang in der jahrgangsübergreifenden Fachklasse mit 25 Keramiker(innen) kein einziger Auszubildender mehr im Münsterland ausgebildet wurde: »Je mehr wir zentrieren, desto schwieriger wird es, Ausbildungsplätze zu füllen. Wenn der Aufwand der Auszubildenden mit weiten Wegen verknüpft wird, dann wird die Ausbildung in Regionen sterben. Da muss gegengearbeitet werden. Das Land Nordrhein-Westfalen macht das Gegenteil. Es gibt strenge Vorgaben bei der Fachklassenbildung.« Auch Herr Georg Greshake vom Heisinger-Kreis NRW betont: »Wir benötigen eine höhere Steuerungsebene für Berufskollegs als den kommunalen Träger. Die Kommunen stehen eher in Konkurrenz untereinander. Das kann in dualer Ausbildung nicht so weitergehen.« Herr Greshake spricht auch die ungleichen Voraussetzungen der Ausstattung der Berufskollegs aufgrund der kommunalen Trägerschaft an: »Grundsätzlich erlebt man, dass Kreisberufskollegs, bei denen sich der Kreis von den jeweiligen Städten einfach die Gelder wiederholt, unglaubliche Ausstattungsvorsprünge gegenüber armen Regionen mit Haushaltssicherungen haben. … Man merkt das gerade hier in Düsseldorf, ich kenne ein Berufskolleg, dessen Schüler eben mal nach Hilden fahren. Das ist nämlich viel näher und viel besser ausgestattet. Das führt zu Schieflagen. Man kann die Ausstattung der Berufskollegs nicht auf Dauer den Kommunen überlassen, das führt schon jetzt zu Verwerfungen. Das kann an solch einem Berufskolleg nicht durch Fördervereine oder ähnliche Institutionen aufgefangen werden.« Herr Greshake kritisiert darüber hinaus die mangelnde Flexibilität, die eine Schulleitung im Hinblick auf die Personalwirtschaft hat. Es ist kaum möglich für vier Wochen eine Krankheitsvertretung von außen zu organisieren. »Für eine vierwöchige Vertretung muss ich ein Gutachten schreiben und ein Ausschreibungsverfahren mit allen Vorgaben und allen Stationen durchführen…. Ich würde gerne flexibler sein, indem ich Kompetenzen von außen hole wenn ich Probleme habe. Ich hätte gerne, dass mir als Schulleiter gesagt wird: Du hast 60 Grundstellen, die du bewirtschaftest. – Ich hätte gerne, dass ich einfach jemanden holen kann, der mir den Unterricht in der Qualität hält, wenn jemand vier Wochen erkrankt ist. Das wäre eine unglaubliche Verbesserung. So bekomme ich niemanden, der den Unterricht aufrecht erhält.«

Herr Greshake fordert auch eine Laufbahnverordnung für die Werkstattlehrer, die 1994 abgeschafft wurde. »Da sind Potentiale, um die Qualität und Quantität an Berufskollegs zu sichern, die wir überhaupt nicht in den Blick nehmen. … Jemand, der aus der Praxis kommt und gefeilt hat, ist immer noch besser als Jemand der nur studiert hat und dann versucht meine Metallbauer zu unterrichten. Das ist peinlich.«

Verbesserungen mahnt Herr Greshake auch bei den Seiteneinsteigern an, da sie nur 13 Stunden unterrichten und damit keine Lehrkraft ersetzen. Zudem würden ca. 50 Prozent das Weiterbildungsstudium in der Pädagogik abbrechen bzw. scheitern. Herr Greshake bemängelt insbesondere die engen rechtlichen Rahmenbedingungen unter denen die Schulleitungen der Berufskollegs agieren müssen und betont: »Wir benötigen aber andere Strukturen und wir dürften nicht mehr als Schule geführt sein.«

Die Protokolle der Anhörungen der Enquete-Kommission sind unter www.landtag.nrw.de beim Ausschuss A27 Enquete-Kommission »Zukunft von Handwerk und Mittelstand« zu finden.

Enquete-Kommission »Zukunft von Handwerk und Mittelstand in NRW«: Anhörung von Sachverständigen abgeschlossen

Die im Juni 2015 konstituierte Enquete-Kommission »Zukunft für Handwerk und Mittelstand in Nordrhein-Westfalen gestalten – Qualifikation und Fachkräftenachwuchs für Handwerk 4.0 sichern, Chancen der Digitalisierung nutzen, Gründungskultur und Wettbewerbsfähigkeit stärken« hat die Anhörung von Sachverständigen des Handwerks zu zahlreichen Themen abgeschlossen und geht nun in die Phase der Textarbeit.

Sämtliche schriftlich vorliegenden Stellungnahmen der Sachverständigen stehen als Download zur Verfügung unter www.whkt.de/enquete-kommission.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Mobile Arbeit als interessantes Instrument für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Im Nachgang zum Familiengipfel am 20. Januar 2016 engagiert sich der WHKT im Familienministerium des Landes NRW in einer Arbeitsgruppe zum Thema »Mobiles Arbeiten«.

Die Arbeitsgruppe beleuchtet die Vielfalt von Möglichkeiten mobiler Arbeit, die in Unternehmen praktiziert werden und befasst sich mit wichtigen Anforderungen, Risiken und Chancen sowie den rechtlichen Herausforderungen.

Die Arbeitsgruppe, bestehend aus vielen gesellschaftlich-relevanten Akteursgruppen sowie Unternehmensvertretern, will ihre Tätigkeit bald beenden und mit einem Papier Diskussionen anregen, um mobile Arbeit als ein Instrument zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärker in den Fokus zu rücken.

Zwischenbilanzveranstaltung zu KAoA: WHKT fordert mehr Integrations­angebote des Landes für Volljährige

In der Stadthalle in Düsseldorf trafen sich Akteure aus dem ganzen Land, die mit der Umsetzung des Reformvorhabens »Kein Abschluss ohne Anschluss« (KAoA) befasst sind. Der Zeitpunkt der Veranstaltung war passend zur flächendeckenden Einführung der Berufsorientierung für alle Schülerinnen und Schüler an allen Schulformen im aktuellen Schuljahr gewählt: Die Reform beginnt flächendeckend in NRW und in drei bzw. sechs Jahren werden in allen Kommunen Schülerinnen und Schüler die Schule verlassen, die systematisch, und erwartungsgemäß damit besser, beruflich orientiert sind, um sich zu entscheiden, welche Schritte sie nach der Schule gehen, z. B. die Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung oder ein Hochschulstudium in einer bestimmten Fachdisziplin.

Ein Forum im Rahmen der Veranstaltung befasste sich mit der Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit und streifte das neue Übergangsmanagement insofern, dass angekündigt wurde, neue Angebote speziell für Flüchtlinge zu entwickeln, die nicht in Klasse 8 im Regelsystem beschult werden. Auch ihnen soll ein Angebot der systematischen Berufsorientierung angeboten werden und zwar zeitlich komprimiert als »KAoA-Kompakt«. Dieses Angebot wird aktuell konzipiert und soll nach jetzigem Stand im Jahr 2017 erprobt und später flächendeckend eingeführt werden.

Im Forum wie auch in vielen anderen Veranstaltungen stehen die Flüchtlinge im Fokus, die volljährig nach Deutschland kommen und damit nicht mehr der Schulpflicht in NRW unterliegen und im Regelfall von einer Schule auch nicht aufgenommen werden. Es gibt für die Zielgruppe der 18- bis 25- bzw. 35-Jährigen kein detailliertes Integrationskonzept und keine ausreichenden Angebote. Diese wird auch »KAoA-Kompakt« nicht erreichen. Im Forum wurde auch durch den WHKT deutlich gemacht, dass ein gewisses Maß an allgemeiner Bildung zum Beispiel in Mathematik neben der Sprachkenntnis grundlegende Voraussetzung für berufliche und akademische Qualifizierung ist.

Versteckte Talente sichtbar machen: Projekt »ValiKom« geht stärker in die Öffentlichkeit

Mit der neuen Broschüre »Versteckte Talente – Berufskompetenzen sichtbar machen« möchten die Projektpartner die politische Bedeutung des Entwicklungsprojekts »Abschlussbezogene Validierung non-formal und informell erworbener Kompetenzen« – kurz »ValiKom« – hervorheben. Mit der Entwicklung eines Validierungsverfahrens tragen die Projektbeteiligten dazu bei, einen Standard zu schaffen, mit dem Fähigkeiten und Kenntnisse, die Personen auf non-formalen und informellen Wegen erlernt haben, zu bewerten und zu zertifizieren.

Die Broschüre informiert über ein Verfahren, das während der Projektlaufzeit entwickelt und erprobt wird, mit dem die Teilnehmenden am Ende ein Zertifikat erhalten, das ihnen die Gleichwertigkeit mit einem anerkannten Berufsabschluss bescheinigt. Gleichzeitig wird anhand von zwei Beispielen gezeigt, welche Probleme berufserfahrene Personen ohne Berufsabschluss auf dem Arbeitsmarkt haben.

Eine PDF-Fassung der Broschüre ist auf der Projektwebseite www.validierungsverfahren.de unter der Rubrik »Aktuelles – Downloadbereich« erhältlich. Damit sich Interessierte über den Projektfortschritt auf dem Laufenden halten können, gibt es auf der Webseite die Möglichkeit sich für den kostenlosen Newsletter anzumelden.

An dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekt sind die Handwerkskammern Dresden, Hannover, München und Oberbayern und Münster sowie die Industrie- und Handelskammern Halle-Dessau, Köln, München und Oberbayern und Stuttgart und das Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH) sowie der WHKT beteiligt.

Ausgezeichnete junge Handwerker NRW: Minister Duin zeichnet am 08.10.2016 die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs »DesignTalente Handwerk NRW 2016« aus

Bald ist es soweit. Am 08.10.2016 werden die Siegerinnen und Sieger in Sachen »Design im Handwerk« im Rahmen der Preisverleihung zum Wettbewerb »DesignTalente Handwerk NRW 2016« in Düsseldorf in den Räumen der Handwerkskammer Düsseldorf zu Ehren kommen.

Wirtschaftsminister Garrelt Duin wird das Grußwort der Landes an die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbes richten und die Preisverleihung vornehmen. Zeitgleich wird die Ausstellung mit Objekten des Wettbewerbes eröffnet, die bis zum 23.10.2016 im Foyer der Handwerkskammer Düsseldorf zu sehen sein wird.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Neu in diesem Jahr ist nun erstmals die Zuordnung der Wettbewerbsarbeiten zu den Themenbereichen MÖBEL, SKULPTUREN, SCHMUCK, KLEIDUNG, MEDIEN, WOHNEN. Darüber hinaus wurde das Preisgeld von 2.500 auf 3.000 EUR erhöht.

Mehr zum Wettbewerb finden Sie im Internet unter www.designtalente-handwerk-nrw.de.

Förderprogramm »Integration durch Qualifizierung (IQ)«: ESF auf Tour – IQ NRW auf dem NRW-Tag: »Singing all together«  

Nordrhein-Westfalen und die Landeshauptstadt haben am 27. und 28. August ihren 70. Geburtstag gefeiert. Mit einem ESF-Stand an der Rheinufer­promenande stellten sich die Bundes- und Landes- ESF-Projekte aus Düsseldorf und der Region vor. Der ESF unterstützt junge und ältere Menschen bundesweit mit den unterschiedlichsten Projekten, um in Arbeit und Ausbildung zu kommen oder sich für die wachsenden Anforderungen des Arbeitsmarktes zu qualifizieren.

Organisiert vom IQ Netzwerk NRW und unter dem Motto »Singen verbindet – Symbol einer gelungenen Integration» sang der junge Kammerchor und der Chor der medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf gemeinsam mit dem Publikum in englischer, afrikanischer und deutscher Sprache im Rahmen des Programms auf der ESF-Bühne.

Es ging darum – unabhängig von Sprache und Herkunft – Integration für Besucherinnen und Besucher des NRW-Tages miterlebbar zu machen.     Das Konzept ging auf. Gemeinsam mit den beiden Chören verwandelte sich am Samstag und Sonntag bei über 30 Grad der Johannes-Rau-Platz zur Gesangsbühne.

Um publikumsnah vorzustellen, was das Förderprogramm IQ in NRW leistet und für die Wege der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen zu sensibilisieren, fanden kurze Interviews mit Vertreterinnen der Landeskoordinierung des IQ Netzwerks NRW und Beraterinnen des »IQ NRW – Mobiles Beratungsteam« auf der ESF-Bühne statt.

Das Förderprogramm »Integration durch Qualifizierung (IQ)« zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird in den ersten beiden Handlungsschwerpunkten aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA). Der dritte Handlungsschwerpunkt wird aus Bundesmitteln finanziert.
www.iq-netzwerk-nrw.de, www.netzwerk-iq.de

Förderprogramm »Integration durch Qualifizierung (IQ)«: Mit Anpassungs- und Nachqualifizierungen zum Berufsabschluss

Menschen mit Migrationshintergrund, deren berufliche Qualifikationen aus dem Herkunftsland als teilweise gleichwertig mit dem deutschen Referenzberuf anerkannt werden, können häufig die volle Gleichwertigkeit erwerben, indem sie an einer Anpassungsqualifizierung teilnehmen. Ist eine Anerkennung nicht möglich, kann bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen auch der Weg der Nachqualifizierung mit einer erfolgreichen Teilnahme an der Gesellen- bzw. Abschlussprüfung als sogenannte/r Externe/r zum deutschen Berufsabschluss führen.    

Der Westdeutsche Handwerkskammertag hat nun im Rahmen seiner Beteiligung am Netzwerk »Integration durch Qualifizierung (IQ)« und in Kooperation mit verschiedenen Bildungseinrichtungen des Handwerks Maßnahmen auf den Weg gebracht, die beide Möglichkeiten zum Erwerb eines anerkannten Berufsabschlusses nutzen.

Kaufmännische Anpassungsqualifizierung – Teil III der Meisterprüfung
Der für die Durchführung von beruflichen Anerkennungsverfahren zuständigen Stelle bei der Handwerkskammer Dortmund liegen mehrere Anträge vor, bei denen den Antragstellenden als wesentliche Tätigkeit der kaufmännische Teil fehlt, damit eine Anerkennung als Meister/in im Friseur- bzw. im Stuckateurhandwerk bestätigt werden kann. Mit Unterstützung des Föderprogramms »Integration durch Qualifizierung (IQ)« hat das Bildungszentrum der Handwerkskammer Dortmund daher eine passgenaue Anpassungsqualifizierung konzipiert, die nicht nur die erforderlichen fachtheoretischen Inhalte vermittelt, sondern auch sprachliche Defizite der Teilnehmenden aufgreift und sie beim Erwerb berufsbezogener deutscher Sprachkenntnisse unterstützt.          

Die kaufmännische Anpassungsqualifizierung ist als berufsbegleitende Teilzeitmaßnahme konzipiert, die nach sieben Monaten zur Gleichwertigkeit des ausländischen Abschlusses mit der Meisterqualifikation im entsprechenden Handwerksberuf führt.

Nachqualifizierung in Berufen des Bauhandwerks
In enger Kooperation mit den Bildungszentren des Baugewerbes an den Standorten Krefeld, Düsseldorf und Wesel bietet das IQ Netzwerk NRW Nachqualifizierungen in verschiedenen Bauberufen an. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Interessierten sich durch die zuständige Stelle für die Berufsanerkennung haben beraten lassen und von dort eine negative Prognose für die Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen ausgestellt wurde. Während der rund achtmonatigen Nachqualifizierung werden die Teilnehmenden fachlich und sprachlich auf die Externenprüfung in verschiedenen Berufen des Bauhandwerks vorbereitet. Ziel des Vorhabens ist, den Erwerb des entsprechenden deutschen Berufsabschlusses zu unterstützen und dabei an vorhandene Kompetenzen anzuknüpfen.

Anpassungsqualifizierung im Kfz-Mechatronikerhandwerk
Eine Auswertung der Bescheide über die teilweise Gleichwertigkeit ausländischer Berufsabschlüsse in der Region Dortmund hat ergeben, dass in unterschiedlichen Bescheiden vergleichbare »wesentliche Unterschiede« zu finden sind.    

Unter Nutzung der Fördermöglichkeiten des Förderprogramms IQ konnte das Bildungszentrum der Handwerkskammer ein maßgeschneidertes Angebot im Kfz-Mechatronikerhandwerk entwickeln.

Diese Qualifizierung führt Teilnehmende innerhalb von drei Wochen im Rahmen einer Vollzeitmaßnahme im Bildungszentrum der Handwerkskammer zur vollen Gleichwertigkeit ihres Berufsabschlusses aus dem Ausland mit dem Berufsabschluss Kfz-Mechatroniker/in. Der Start dieser Anpassungsqualifizierung in Dortmund ist für September geplant.

Während der Qualifizierung berät, begleitet und unterstützt das Teilprojekt des IQ-Netzwerks, das beim WHKT für die Durchführung von Anpassungs- und Nachqualifizierungen in den Berufen des dualen Systems zuständig ist, die Teilnehmenden individuell auf ihrem Weg zur vollen Gleichwertigkeit der beruflichen Qualifikation.

NRW Handwerks- oder Industrie- und Handelskammern, die sich für entsprechende Anpassungs- und Nachqualifizierungen im Kontext der beruflichen Anerkennung interessieren und eine finanzielle Förderung der Qualifizierungsteilnehmenden wünschen: peter.dohmen(at)iq-netzwerk-nrw.de oder 0211/3007-707.

Zusätzliche Fördermöglichkeiten durch Gewährung individueller Leistungen
Nicht nur die Teilnehmenden der beschriebenen Maßnahmen, sondern alle zugewanderten Menschen, die ihren Berufsabschluss aus dem Ausland für den deutschen Arbeitsmarkt durch eine berufliche Anerkennung besser nutzbar machen möchten, haben die Möglichkeit, Unterstützungsangebote des Förderprogramms IQ in Anspruch zu nehmen.    

Zu diesem Zweck verfügt ein IQ-Teilprojekt beim WHKT über ein sogenanntes Individualbudget, das eingesetzt wird, um interessierten Personen, die die Voraussetzungen erfüllen, die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen zum Ausgleich festgestellter wesentlicher Unterschiede zu ermöglichen. So können aus diesem Individualbudget zum Beispiel gleichfalls Leistungen für Fahrtkosten zu Qualifizierungsmaßnahmen, für Lernmittel sowie für auswärtige Unterbringung und Verpflegung gewährt werden.    

Antragstellende müssen dabei unter anderem den Nachweis erbringen, dass sie keine Leistungen aus Regelförderung (z.B. SGB II, SGB III u.a.) erhalten, dass sie unter Berücksichtigung bestimmter Einkommensgrenzen nicht eigenleistungsfähig sind und dass eine vorherige individuelle Beratung durch das IQ Netzwerk stattgefunden hat.   

Der Bedarf an individueller Förderung zeigt sich auch dadurch, dass allein in Nordrhein-Westfalen im laufenden Jahr weit mehr als 170 Anträge bewilligt wurden.    

Weitere Informationen zu Möglichkeiten individueller beruflicher Anpassungs- und Nachqualifizierungen in Berufen des dualen Systems und zum Individualbudget: Peter Dohmen, peter.dohmen(at)iq-netzwerk-nrw.de oder telefonisch unter 0211/3007-707.  

Das  Förderprogramm  »Integration  durch  Qualifizierung  (IQ)«  zielt  auf  die  nachhaltige  Verbesserung  der Arbeitsmarktintegration  von  Erwachsenen  mit  Migrationshintergrund  ab.  Das  Programm  wird  in  den  ersten beiden Handlungsschwerpunkten aus Mitteln des Bundesministeriums  für  Arbeit  und  Soziales  (BMAS) und  des  Europäischen  Sozialfonds  (ESF)  gefördert. Partner  in  der  Umsetzung  sind  das  Bundesministerium  für  Bildung  und  Forschung  (BMBF)  und  die  Bundesagentur  für  Arbeit  (BA).  Der  dritte  Handlungsschwerpunkt wird aus Bundesmitteln finanziert.
www.iq-netzwerk-nrw.de , www.netzwerk-iq.de 

Vor Ort: Projekt »Starthelfende Ausbildungsmanagement« präsentiert sich auf großer Bühne

Gleich zweimal hatten die Starthelfer/innen in den vergangenen Wochen die Möglichkeit, das Projekt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die erste Gelegenheit bot sich während des NRW-Tages am letzten Augustwochenende, wo sich an zwei Tagen insgesamt 16 erfolgreiche Projekte, die in Nordrhein-Westfalen durch den Europäischen Sozialfonds gefördert werden, auf der Bühne des ESF präsentieren durften. Gleich vier Starthelfer/innen waren über das Wochenende verteilt im Einsatz und informierten im Interview mit NDR-Moderator André Kuchenbecker über das Projekt, in dessen Rahmen jährlich knapp 8.000 Jugendliche beraten und mehr als 1.800 in Ausbildung vermittelt werden.

Knapp zwei Wochen später waren die Starthelfenden eingeladen, sich mit einem Projektstand am KAoA-Zwischenbilanztag zu beteiligen. Das Landesvorhaben KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss startete 2012 mit sieben Referenzkommunen, ab dem Schuljahr 2016/17 sind nun alle allgemeinbildenden Schulen in NRW verpflichtet, die systematische Berufs- und Studienorientierung umzusetzen. Ein guter Zeitpunkt, um mit den geladenen Gästen aus Wirtschaft, Schule und Politik Zwischenbilanz zu ziehen. Neben dem Bühnenprogramm und dem Besuch unterschiedlicher Fachforen erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich bei den Projektausstellern über »best-practice«-Beispiele zu informieren, die das Landesvorhaben unterstützen. Dabei konnten sich die Starthelfer/innen an ihrem Stand über einen ganz besonderen Besuch freuen: Trotz engem Terminplan nahmen sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Schulministerin Sylvia Löhrmann die Zeit, sich in einem kurzen Gespräch persönlich über das Projekt zu informieren.

Der kostenlose Beratungs- und Vermittlungsservice des Projekts wird durch Fördermittel des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht. Im Projekt sind insgesamt 32 Starthelfende bei den Handwerkskammern, den Industrie- und Handelskammern sowie weiteren Wirtschaftsorganisationen beschäftigt.

Schülergenossenschaften: Frisches Design

Frisch, jung und dynamisch – was für die Schülergenossenschaften selbst gilt, lässt sich von nun an auch auf die dazugehörige Website www.schuelergeno.de übertragen. Nach einer langen Entwicklungsphase, bei der sowohl die Schüler/innen selbst, als auch Vertreter von Schulen und Partnergenossenschaften zu ihren Wünschen, Vorstellungen und Erwartungen befragt worden waren, präsentiert sich die Seite fortan im neuen Design und mit neuer Struktur.

Unterteilt nach unterschiedlichen Zielgruppen lassen sich hierüber sowohl Informationen für Gründungsinteressierte als auch für (erfahrene) Projektteilnehmer abrufen, Materialien downloaden und aktuelle News und Veranstaltungshinweise sichten. Neu ist dabei, dass es hier auch spezielle Bundesland-Seiten gibt, die es möglich machen, sämtliche bundesweite Ausprägungen des Projektes über eine zentrale Plattform zu präsentieren.

Weitere Neuerung und Herzstück der Seite ist die neu angelegte Schülergenossenschafts- bzw. eSG (= eingetragene Schülergenossenschaft)-Suche, über die sich Schülergenossenschaften nicht nur nach Region, sondern auch z.B. nach Geschäftsfeld, Schulform oder Namen finden lassen, was die Vernetzung der unterschiedlichen Schülergenossenschaften erleichtern soll. Haben die einzelnen Schülergenossenschaften dann noch auf dem »Steckbrief«, mit dem sie sich und ihre Arbeit und Produkte präsentieren können, eine Kontaktmöglichkeit angegeben, können bei Bedarf sogar Geschäftsbeziehungen geknüpft werden. 

Wer sich selbst einen Eindruck von der Vielfalt und Lebendigkeit des Projektes verschaffen möchte, ist herzlich eingeladen die neue Seite zu besuchen: www.schuelergeno.de.

Strategische Partnerschaften in der EU: Europäische Kooperationen im Bereich Bildung gestartet

Mit dem Ziel, innovative und erfolgreich erprobte Bil-dungsansätze weiter zu entwickeln, zu verbreiten und in einen Transfer zu bringen, hat der Westdeutsche Handwerkskammertag verschiedene Konzepte zur Stärkung der Zusammenarbeit von Organisationen und Institutionen aus Wirtschaft und Verwaltung auf europäischer Ebene erarbeitet. Einige Konzepte im Bereich der Erwachsenenbildung wurden nun bewilligt und sind im September erfolgreich angelaufen.

NeoCraft Transfer – Neue Wege zu regionalen Lehr- und Ausbildungsbetrieben
Unter der Projektbezeichnung »NeoCraft Transfer« befasst sich eine Partnerschaft mit den Herausforde-rungen, in den sechs beteiligten Projektländern neue Wege zu qualitativ hochwertigen Lernangeboten in der Erwachsenenbildung aufzuzeigen sowie Möglichkeiten für innovative, offene Bildungs- und Jugendarbeit im digitalen Zeitalter modellhaft zu erproben.

Das Vorhaben basiert auf dem Projekt NeoCraft, das von 2012 bis 2014 im EU-Programm LEONARDO DA VINCI mit Beteiligung des WHKT konzipiert und erfolgreich umgesetzt wurde.

Alternative Karrierewege für Studienaussteiger/innen – Abbruch heißt Neustart
Steigende Zahlen von Studienaussteigerinnen und -aussteigern führen in vielen europäischen Ländern zu einem Bedarf an Informationen, wie bereits erworbene berufsbezogene Kenntnisse und Qualifikationen auch ohne formalen Abschluss für den Arbeitsmarkt nutzbar gemacht werden können.

Unter dem Motto »Alternative Karrierechancen für Studienaussteiger/innen – Abbruch heißt Neustart« befasst sich ein Projektkonsortium aus sechs Ländern unter Koordinierung des WHKT mit der Aufgabe, einen bereits entwickelten erfolgreichen Ansatz auf weitere europäische Länder anzuwenden.

Toolbox zur Unterstützung von Flüchtlingen und Beschäftigten in der Flüchtlingsarbeit (RefuTools)
Die Herausforderungen, die sich aus dem anhaltenden Zustrom und der gesellschaftlichen Integration von Geflüchteten nicht nur für das alltägliche Leben, sondern auch für die Arbeitswelt ergeben, haben längst europäische Dimensionen erreicht. Daher hat der WHKT dieses wichtige Thema erneut aufgegriffen und einen länderübergreifenden Vorschlag erarbeitet, der dieses Thema praxisbezogen aufgreift.

Acht Institutionen aus den Bereichen berufliche Bildung und Vertretungen verschiedener Wirtschaftsorganisationen werden in den nächsten 24 Monaten eng zusammenarbeiten, um mehrere Werkzeuge und Instrumente zur Unterstützung von Flüchtlingen und Beschäftigten in der Flüchtlingsarbeit (»RefuTools«) zu entwickeln und zu erproben, die grenzüberschreitend eingesetzt werden können.

Die Umsetzung der vorgenannten Partnerschaften erfolgt mit Unterstützung durch das Programm Eras-mus+ der Europäischen Union. Erasmus+ ist das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (2014–2020). Im Zentrum von Erasmus+ steht die Förderung der Mobilität zu Lernzwecken und der transnationalen Zusammenarbeit. Das Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung voranbringen.

Der WHKT wird in seinen Publikationen fortlaufend über den Sachstand der Partnerschaften berichten.

Kurz notiert: Erkenntnisse zur Umsetzung der Zahlungsverzugsrichtlinie

Die Zahlungsverzugsrichtlinie hat das Handwerk im Gesetzgebungsprozess und in der darauf folgenden Umsetzungsphase intensiv beschäftigt. Nun hat die Europäische Kommission einen ersten Durchführungsbericht vorgelegt.

Erhebungen der Kommission zeigen, dass sich die durchschnittliche Zahlungsfrist in den vergangenen Jahren europaweit verringert hat. Zugleich gibt es Hinweise, dass öffentliche Stellen in mehr als der Hälfte der Mitgliedstaaten die gesetzlich vorgesehene Zahlungsfrist von 30 Tagen nicht einhalten. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen scheuen sich nach Angaben des Berichts verbreitet, kürzere Zahlungsziele bei Geschäftspartnern einzufordern.

Die Kommission beabsichtigt derzeit nicht, die Richtlinie zu überarbeiten. Stattdessen stellt sie in Aussicht, Leitlinien zur Umsetzung der Richtlinie vorzulegen und das Monitoring zu verbessern.

Der Bericht ist im Internet verfügbar unter folgendem Link: http://www.whkt.de/5b3e19ca.l

Neu erschienen: Handwerksstatistik 2015/2016 liegt vor

Aktuell hat der WHKT die Handwerksstatistik 2015/2016 vorgelegt. Auf über 100 Seiten gibt die Publikation mittels kommentierendem Teil zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland, zur Handwerkswirtschaft in Nordrhein-Westfalen und zur Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie dem umfangreichen Tabellenmaterial zur handwerklichen Entwicklung, zu Handwerksunternehmen, Ausbildungsverhältnissen, Gesellen- und Meisterprüfungen und zur Fort- und Weiterbildung einen detaillierten Überblick über die Entwicklungen 2015/2016.

Die Handwerksstatistik liegt als Download bereit unter: www.handwerk-nrw.de > Service > Publikationen > Grundsätzliches.

Veranstaltung: Auftaktveranstaltung »Forum gegen Schwarzarbeit«  am 16.09.2016

Als Auftaktveranstaltung im Projekt »Bündnis zur Bekämpfung der Schwarzarbeit« findet am 16. September 2016 von 10.00–13.00 Uhr im Wissenschaftspark Gelsenkirchen das »Forum gegen Schwarzarbeit« statt, das das Projekt in der Region vorstellen und den ersten Schritt zur Vernetzung und zur Schaffung von Bündnissen leisten soll. Die Veranstaltung wendet sich an die allgemeine Öffentlichkeit, Verbraucher, Meinungsträger und Politik ebenso wie an Behörden zur Bekämpfung der Schwarzarbeit sowie an Tarifpartner, Betriebe, Innungen, Arbeitnehmer/innen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände. 

Auf dem Programm stehen u.a. Vorträge unter von Barbara Molitor (Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW) und Nikolaus Bley (Geschäftsführer e.b.a. gGmbH) zum Projekt »Bündnis zur Bekämpfung der Schwarzarbeit«, sowie von Prof. Dr. Detlef Aufderheide (HSB Hochschule Bremen) zum Thema »Wirtschaftsethik und Alltag. Eine Fragerunde und Podiumsdiskussion rundet die Veranstaltung ab und gibt Gelegenheit, die verschiedenen Facetten der Thematik zu beleuchten.

Buchtipp: Ein Weckruf – »Die digitale Bildungsrevolution: Der radikale Wandel des Lernens und wie wir ihn gestalten können«

Der Buchtipp des Monats September ist Jörg Drägers und Ralph Müller-Eiselts Buch »Die digitale Bildungsrevolution». Die Digitalisierung bringt auch eine Megaveränderung ins Lernen, die vor der Berufsbildung keinen Halt machen wird.

Die Autoren appellieren: »Um die großen Chancen zu nutzen, den Risiken zu begegnen und international nicht den Anschluss zu verlieren, muss Deutschland die digitale Bildungsrevolution jetzt aktiv gestalten.« Es ist ein Weckruf, der unsere Gesellschaft zum Handeln auffordert.

Jörg Dräger, der als Bertelsmann-Stiftungsvertreter früher eher mit Distanz zum dualen Bildungssystem agierte, erkennt dies inzwischen an, weist aber massiv auf die Veränderung durch die Digitalisierung hin.

Es ist ein augenöffnendes Buch, denn: Eine Debatte über die digitale Bildungsrevolution ist in Deutschland längst überfällig. 

Terminvorschau

16.09.2016 | Arnsberg: Jahresempfang Handwerkskammer Südwestfalen mit NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer MdL

17.09.2016 | Raesfeld: 2. Treffpunkt Ehrenamt Handwerk NRW mit NRW-Wirtschafts- und Handwerksminister Garrelt Duin / www.ehrenamt-handwerk-nrw.de

17.09.2016: Tag des Handwerks

23./24.09.2016 | Eisborn:
WHKT-Hauptgeschäftsführer Reiner Nolten spricht beim Seminar für die Vollversammlungsmitglieder der Arbeitnehmer-Seite der Handwerkskammer Dortmund zu den Themen Enquete-Kommission zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand in NRW und Handwerk 4.0

27.09.2016 | Düsseldorf: WHKT-Geschäftsführer Andreas Oehme hält einen Vortrag zum Thema »Zusammenarbeit der Handwerkskammern mit Politik und Regierung auf Landesebene in NRW« vor einer Delegation aus Vertretern von Handwerksministerium und Handwerksorganisationen aus Togo

27.09.2016 | Raesfeld: Kommunalpolitisches Forum des NWHT

28.09.2016 | Raesfeld: Arbeitstagung der Arbeitnehmer-Vizepräsidenten

28.09.2016 | Raesfeld: Kamingespräch der Arbeitnehmer-Vizepräsidenten mit Mehrdad Mostofizadeh MdL, Vorsitzender der Fraktion der GRÜNEN im nordrhein-westfälischen Landtag
 
29.09.2016 | Berlin: WHKT-Vorstandssitzung

08.10.2016 | Düsseldorf: Preisverleihung Wettbewerb DesignTalente Handwerk NRW mit NRW-Wirtschafts- und Handwerksminister Garrelt Duin

08.10.–23.10.2016 | Düsseldorf: Ausstellung Wettbewerb DesignTalente Handwerk NRW

14.10.2016 | Raesfeld: Arbeitstagung der Arbeitnehmer-Vizepräsidenten

14.10.–15.10.2016 | Raesfeld: Seminar für Vorstandsmitglieder (AN)

 

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